Freitag, 14. Februar 2020
hochbegabt????
Die Schule hat dem Kind einen Flyer fuer ein Sommercamp fuer Kinder mit Hochbegabung mitgegeben. Das hoert sich super an, Kind wuerde auch gern hin. Voraussetzungen fuer das Camp sind Gutachten, oder Teilnahme an Hochbegabtenprogrammen, Nachweis irgendwelcher anderen Special Dinge, an denen er nie teilgenommen hat. Gut, notfalls reicht auch eine Empfehlung der Grundschule.
Die Grundschule wird das empfehlen. Seine Lehrerinnen meinten zu mir, er sei den anderen in seiner Klasse weit voraus, und sie wuerden eigentlich den sofortigen Umzug aufs Gymnasium empfehlen, wenn da nicht seine Vatersprache griechisch waere, in der er noch ein wenig hinterherhinkt, was verhindert, dass er sich da komplett langweilt.

Aber - Hochbegabung? Mein Kind? Ich dachte immer, das haette etwas mit Inselbegabungen zu tun, so kleine Mozarts oder Magnus Carlsens. Daher habe ich mich mal ein bisschen bei der Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind e.V. belesen und waere fast vor Verblueffung vom Stuhl gefallen.
Ich zitiere aus https://www.dghk.de/fuer-eltern/wie-erkennen-eltern-hochbegabung/, die Haekchen stammen von mir fuer zutreffend / sehr zutreffend:


Es gibt eine Vielzahl von Hinweisen für Eltern, eine mögliche Hochbegabung bei ihrem Kind zu erkennen. Nicht bei jedem Kind treffen alle Merkmale zu, eine Häufung von Merkmalen ist aber ein Hinweis auf eine mögliche Hochbegabung:

✔ Das Kind hat sehr früh ein starkes Interesse an seiner Umgebung.
✔ Es fängt früh an zu sprechen, „überspringt“ die Baby-Sprache, bildet sehr schnell ganze Sätze und verfügt über einen großen Wortschatz.
✔ Es zeigt früh ein starkes Interesse an Symbolen, wie Automarken, Firmen-Logos und dann auch an Buchstaben und Zahlen.
✔ Es löchert Erwachsene mit aufeinander aufbauenden Fragen – auch zu nicht vermeintlich „altersgerechten“ Themen.
✔ Es erfasst komplexe Zusammenhänge und überträgt diese auf andere Fragestellungen.
✔ Es hat Spaß am Lernen von unterschiedlichsten Themen.
✔✔ Es zeigt einen starken Gerechtigkeitssinn und hinterfragt Entscheidungen von „Autoritäten“. Hat es den Sinn dieser Entscheidungen aber eingesehen, folgt es ihnen manchmal mehr als 100-prozentig.
✔ Es verblüfft Erwachsene häufig mit Fragen nach Ursprung und Sinn des Lebens.
- Es bringt sich selber Lesen und Rechnen bei, ohne sagen zu können, wie es das geschafft hat.
✔ Es fällt durch eine starke Phantasie auf und zeigt Initiative und Originalität bei intellektuellen Herausforderungen.
✔ Es verblüfft durch ein gutes Gedächtnis.
✔✔ Es ist ausgesprochen sensibel für zwischenmenschliche Beziehungen.
✔ Es unterhält sich und spielt lieber mit älteren Kindern oder Erwachsenen als mit Gleichaltrigen.
- Es hat nur ein geringes Schlafbedürfnis.


WTF??? Ich dachte bei vielen Sachen, die waeren voelliger Standard bei, naja, Kindern halt.

Besonders die beiden doppelten Haekchen sind interessant. Genau diese Sachen erklaeren naemlich vieles. Warum er so oft mit den anderen Kindern zusammenrasselt - und immer derselben Sache wegen: Nichteinhaltung von Regeln oder verletzter Gerechtigkeitssinn.

Und wenn dem so ist, gibt es beim Schulpsychologischen Dienst bestimmt auch Beratungsmoeglichkeiten, Hilfestellungen fuers Kind, wie es solche Situationen besser bewaeltigen lernen kann. Bei ihm ist es naemlich so: Er versucht es zunaechst argumentativ. Scheitert damit aber natuerlich in emotional aufgeladenen Situationen regelmaessig, und wird dann irgendwann wuetend. Wer kennt das nicht.

Und aus irgendwelchen Gruenden bekommt dann nach seinem Gefuehl immer er die Schuld, obwohl er doch im Recht war.
Schwierig.

Ich meinte mal zu ihm "hm, das passiert immer nur in eh schon so emotionalen Situationen wie Fussball oder an der Tischtennisplatte. Beim Basteln hast du dich noch nie gekabbelt."
"Nein, Mama. Beim Basteln gibt es ja auch keine Regeln an die man sich halten muss!!", antwortete das Kind.

Nuun, fuer mich ist das in erster Linie ein Weckruf, da mal genauer drauf zu schauen, wie ich ihm besser helfen kann. Bei diesen kleinen Dingen. Weil, ansonsten managt sich dieses Kind in erstaunlichem Masse selbst. Ich muss eigentlich nie mit ihm ueben oder Hausaufgaben machen oder an irgendwas denken.

Mein Baby.

Uebermorgen wird er 10.

ZEHN!!!

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Dienstag, 21. Januar 2020
mental und physical load
Neulich fiel dem Mann mal wieder auf, dass das Kind ja gar nicht so viel im Haushalt macht. Ich sehe das entspannt. Er nicht ganz so, was mich erstaunt, weil unser Haushalt schon ziemlich patriarchisch funktioniert, was mir nichts ausmacht - dafuer arbeite ich schliesslich weniger und ausserdem verwoehne ich Mann und Kind sehr gern. Mir ist es nur wichtig, dass sie sich im Zweifelsfall selbst behelfen koennen.

Aber, wie gesagt, der Mann hatte die gransiose Idee, eine Excel-Tabelle zu entwerfen, wo alle Aufgaben drin sind, die taeglich, woechentlich oder monatlich zu erledigen sind, um damit sichtbar zu machen, wer wie viel macht und dann ggf. umzuverteilen.

So der hehre Plan, der ja bei den ganzen Vorzeigebloggermuttis immer super funktioniert.

Bei uns war das so: Vorher stand natuerlich ganz viel "M" fuer Mama in dem Plan. Hinterher stand an ganz vielen Stellen "M+x", x jeweils fuer Mann oder Kind. Weil, Kind hilft ja beim Kochen und Mann haengt auch mal die Waesche auf, da ist das ja nicht NUR meine Aufgabe.

Raten Sie, was der Fehler an dieser Sache ist.

Und jetzt gerade stehe ich vor dem Dilemma, dass mich die vollgekramte Kueche nervt, die Spuelmaschine aber erst heute nacht fertig war und deswegen erst nachher vom Mann (seine Aufgabe) ausgeraeumt werden koennte.

Da mich aber vollgekramte Kuechen viel mehr aergern, als einmal kurz die Spuelmaschine auszuraeumen....

... bin ich dann mal kurz weg. Und freue mich danach ueber eine ordentliche Kueche.

Und was alle beide nicht verstanden haben: Wenn ich jeweils erst SAGEN muss, dass die Spuele ausgeraeumt, Getraenke geholt, Staub gewischt oder die Einkaufsliste ergaenzt werden muss, dann haben sie mich NULL darin entlastet, einfach an den ganzen Scheiss zu DENKEN, der so einen Haushalt am Laufen haelt - die gern zitierte mental load. Ich muss da noch mal in mich gehen.

(Was aber wirklich grossartig ist: der ohne Murren ausgefuehrte Getraenke-aus-dem-Keller-Hol-Dienst des Kindes.)

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Donnerstag, 9. Januar 2020
nachts
03:45
koerper: ich muss mal...
ich: *schleift sich ins bad und wieder ins bett zurueck*

...

04:00
kopf: moin! wir sind jetzt wach!

ich: what? nein, guck, voll frueh, wir sind muede und schlafen weiter!

kopf: nope. wissen wir schon, was du dem kind zum geburtstag schenkst?
und haben wir uns eigentlich schon genug ueber den preis fuer die autoreparatur gegraemt?

ich: nein! ich will schlafen! lass mich!

kopf: *denkt nach und graemt sich*

ich: orrhhh.

...

4:30
ich: koennen wir jetzt bitte noch etwas schlafen? wir muessen doch morgen ausgeruht sein!

kopf: nope. wir haben noch nicht genug ueber (sache xy) nachgegruebelt. und guck mal, gleich musst du eh aufstehen.

ich: orrrrrh!!

kopf: *gruebelt*

...

5:00
ich: *steht auf, macht fruehstueck, verabschiedet mann zur arbeit, geht wieder ins bett*

kopf: *standby*

...

5:30
kopf: super, dann koennen wir ja jetzt weiter wegen vorsorgevollmacht....

ich: fresse!!! wir haben noch genau eine stunde zeit zum schlafen und die nutzen wir jetzt!

kopf: nope. guck mal, ich zeig dir das bild von der kranken katze damals in nikiti!

ich: neiiiiiin nicht das :((((

kopf: ok. bisschen panik wegen der anstehenden hausreparaturen gefaellig?

ich: neiiiiiin maaaaan, lass uns doch bitte schlafen, guck mal jetzt haben wir nur noch ne halbe stunde!!

6:00
kopf: ach das lohnt sich doch dann jetzt auch gar nicht mehr.

ich: doch, sehr wohl, powernap, los!!

kopf: nope. wir muessen heute noch die providerkuendigung rausschicken und die mail an die lehrerin und findest du nicht auch, die bettwaesche koennte mal wieder gewaschen werden?
und hast du in letzter zeit mal ueber deine beziehung nachgedacht?.

ich: mennooooo :(((

kopf: *gruebelt*

...

6:20
ich: so scheissegal, in 10min klingelt der wecker, koennen wir auch genausogut aufstehen.

kopf: nope. *schlaeft ein*

beide: zzzzzzzzzzzzzzz

...

6:30
wecker: *klingelt*

kopf: ich bin soooo muede!

ich: arschloch :(




(so ungefaehr jede nacht.....)

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Donnerstag, 19. Dezember 2019
plan vs. realitaet
gestern waren sowohl mann als auch kind auf ihren jeweiligen weihnachtsfeiern.

mein plan war:

juhu! allein zu haus! einfach mal abhaengen! vllt auf dem sofa sitzen und nichts tun? oder netflix? oder ein nachmittaggsschlaefchen? ein bisschen selfcare?

die realitaet war:

- 16.40 kind zur schachweihnachtsfeier fahren
- 16:50 mann zur firmenweihnachtsfeier fahren (35min one way)
- 18:00 einkaufen fahren
- 18:20 nach hause, einkaeufe verraeumen
- 18:30 datteln im speckmantel fuer firmenweihnachtsfeier vorbereiten
- 19:00 kind abholen wollen. da war noch siegerehrung, dauerte also noch
- 19:03 auto aus dem halteverbot an den arsch der welt umparken, weil dauert ja noch
- 19:15 kind wirklich abholen
- 19:30 mit kind plaetzchen backen (1 blech)
- 19:45 ein weiteres blech plaetzchen ohne kind backen
- 20:05 waesche falten und verraeumen
- 20:20 schnelles abendbrot fuer kind bereiten, das schach-buffet hatte nicht gereicht
- 20:25 datteln im speck fertig machen
- 20:35 kind ins bett kuscheln
- 20:45 wichtelgeschenk fuer arbeitsweihnachtsfeier fertig machen
- 20:55 todmuede auf anruf vom mann warten, dabei bisschen aufraeumen / abwaschen
- 21:55 endlich mann von firmenweihnachtsfeier abholen
- 22:55 jetzt hellwach, daher erstmal gluehwein trinken nach all der besinnlichkeit
- 23:30 zaehne putzen, pullern und ab ins bett...

(5:00 wecker .... )


nur noch 2 tage, ich bin sooo muede ....

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Freitag, 29. November 2019
kompliment
ich gehe ja jetzt zum tussi-sport bei mrsSporty. es ist eigentlich rundrum furchtbar, angefangen bei dem ganzen pink ueber die hypermotivierten trainerinnen hin zu der graesslichen musik.

aber es dauert nur jeweils 30min und liegt direkt auf meinem weg, ist also das zeit- und ergebniseffizienteste, was zu finden war, also mache ich nun das, und ich merke, dass mir das rumsporteln echt gut tut.

gestern war eine neue tussi da, noch sichtlich ueberfordert von dem kram (man muss alle 40sec wechseln zwischen geraet und kardio-station mit jede runde wechselnden uebungen), und ich sprach ihr mut zu. das waere am anfang total ueberfordernd, gaebe sich aber sehr schnell, weil am ende immer das selbe, ich waere auch erst vier wochen da.

ach - das sieht so professionell aus bei dir, meinte sie?

siehste, so schnell geht das, meinte ich.

und da sprach die trainerin mit blick auf mich: jaaa.... sie ist aber auch SEHR sport-affin!

bin fast vom geraet gefallen.

sport-affin! ich!! ;-D (ich bin ja nun wirklich nix weniger. wenn es nach mir ginge, wuerde ich nur auf dem sofa liegen.)

spaeter meinte sie dann noch, man sieht halt einfach, dass ich mal was gemacht habe, so an koerperhaltung und -spannung.

ha! das war das beste kompliment der woche.

10 jahre taiko NICHT umsonst, sondern ich komme damit im tussi-sport cool rueber :-D

naja, wenigstens was :-/

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Dienstag, 22. Oktober 2019
aelter werden...
...ist ja auch nicht wirklich lustig.

Wenn die Zipperlein losgehen. Blutdruck zum Beispiel. Ich braeuchte Sport, meint der Doc. Ob das zur Zeit realistisch waere, fragt er?
Ich winke nur lachend ab. Na gut, sagt er, dann muessen wir das erstmal mit Medikamenten versuchen. Immerhin habe ich jetzt so ein schickes Pillendoeschen, weil ich die Dinger sonst dauernd vergesse.
Sie sind mir scheinbar nicht so wichtig, wie die Verhuetungspille damals ;-D

Ausserdem: Augen. Das wird auch immer schlimmer. Das eine kurzsichtiger, das andere weitsichtiger, was im Gesamteffekt eher anstrengend ist.

Von grauen Haaren will ich gar nicht erst reden.

Und wenn ich mir dann vorstelle, dass mein Arbeitsleben, von derzeitigen Annahmen aus, noch weitere 24 Jahre dauert ... waaaaah...

... ich sollte wohl mehr auf mich achten. Zum Beispiel Sport.
Mal sehen, ob es in unserem Kiez Zumba gibt ... ^^

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Dienstag, 8. Oktober 2019
und nu?
die luft aus dem schach-ding scheint raus zu sein.
der halbe grieche spielt zwar noch ganz gern, und er mag auch die schach-ag bei dem jungen lehrer.

im verein allerdings hat er einen zwar sehr netten, aber ueber 80jaehrigen und inzwischen sehr behaebigen schach-lehrer, bei dem es ihm nicht mehr wirklich spass macht.

und turniere spielen ist auch nicht mehr so seins, seit er eine ganze reihe eher erfolgloser turniere gespielt hat, was ziemlich am selbstvertrauen gekratzt hat.

was also tun?

ich habe ihm vorgeschlagen, dass er mit schach aufhoeren kann, wenn er sich dafuer ein anderes hobby sucht. irgendetwas anderes als fernsehen und haendy daddeln sollte ja in der freizeit schon passieren.

momentan ist die idee, das e-gitarre-spielen wieder anzufangen. das faende ich ja gar nicht schlecht.


immerhin: um das katz kuemmert sich das kind (noch
;) ), wenn er bei den grosseltern ist. fuettern und katzenklo reinigen sind seine aufgaben.

und heute ist er das erste mal ganz allein zu hause und muss sich um seine und katzens verpflegung selbst kuemmern.

ich vermute ja, dass ich ihn, wenn ich heut nachmittag aus dem buero komme, immer noch im schlafanzug am smrtfon daddelnd antreffen werde - aber dazu sind ferien ja da, oder? :)

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Freitag, 27. September 2019
Gestatten: Lucy!
sie ist einfach nur suess.

mit ihren klitzekleinen pfoten und krallen.

mit ihren kleinen milchzaehnchen, mit denen sie einem an den fingern rumknabbert, um danach die hand zu lecken. noch ist sie extrem verspielt und eher unschmusig. ein katzenkind halt.

aber sie schnurrt schon wie ne grosse. und ich denke mal, sie wird auch eine absolute profi-schmuserin ^^

witzigerweise hat mein mann, der eigentlich gar kein katzenfreund ist, eher versehentlich sowohl die katze, als auch ihren namen ausgesucht.

die maenner haetten naemlich lieber eine nachtschwarze gehabt.

der halbe grieche und ich wollten aber eine glueckskatze.

und sollten wir dann doch irgendwann aufs dorf ziehen.... nunja, zwei katzen machen auch nicht mehr arbeit als eine... ^^

aber erstmal ist sie die hauptperson... aeh ....-katze :)

Lucy

Lucy

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Montag, 23. September 2019
alles neu, alles anders
tja.

lange nichts geschrieben, und wahrscheinlich liest hier eh niemand mehr.

viel ist passiert. das alte patchwork ist auseinandergefallen. nur der halbe grieche ist noch bei mir. dafuer habe ich einen hamburger geheiratet und bin nun offiziell stiefmutter zweier erwachsener stiefkinder, es ist nun also alles noch viel bunter zusammengewuerfelt.

mein leben ist so drunter und drueber wie noch nie.

ich haette lust, mal wieder drueber zu schreiben.

ob ich wirklich dazu komme, und in welchem umfang... das wird sich zeigen.

der halbe grieche ... ist uebrigens immer noch das allertollste kind auf der ganzen welt.
er ist viel reifer, als er eigentlich sein sollte. gleichzeitig ist er aber fuer seine 9 1/2 jahre immer noch ein super schmusiges und anhaengliches kind. einfach wunderschoen.

und: nachdem olga, unsere kampfkatze, die bei uns zu dem schmusigsten tier aller zeiten wurde, mit 19 jahren gehen musste, war da ja lange zeit ein loch.

aber jetzt. jetzt wohnt sie bei uns (bzw bei omi und opi): LUCY :))

lucy ist drei monate alt und eine glueckskatze. ich wollte einfach, dass das kind die chance hat, mit einem tierkind aufzuwachsen. ich haette nicht gedacht, dass das noch klappt, aber die besten grosseltern der welt haben es ermoeglicht.

und der halbe grieche liebt sein kaetzchen :))

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Montag, 15. Januar 2018
Schachmuddi
Es kuendigte sich ja schon irgendwie an, als der halbe Grieche ernsthafter gefallen am Schach zu finden begann. Aber nun kann man es wohl ganz sicher sagen: Ich bin eine Schachmuddi geworden. Das Kind spielt bei offenen Kindermeisterschaften, Vereinsmeisterschaften, war für den Verein bei der Deutschen Vereinsmeisterschaft u10 in Magdeburg und bei den Berliner Mannschaftsmeisterschaften dabei und hat seine Schule mit der Schach-AG bei den Berliner Schulmeisterschaften im Schnellschach wuerdig vertreten.

Und irgendjemand muss ihn da ja immer hinbringen und begleiten (und teilweise auch die anderen Kinder der Schach-AG). Mache ich dann meistens. Und ich mache es gerne. Inzwischen bin ich auch voll die Profischachmuddi und kann die Aushaenge, wer in welcher Runde dran ist, an welchem Tisch und an welchem Brett sitzt, und ob er schwarz oder weiss hat, verzoegerungsfrei interpretieren und die jeweiligen Kinder an den richtigen Platz bringen. Zwischendurch gehe ich spazieren oder sorge fuer das Catering, falls es an der entsprechenden Location nichts gibt. Oder ich sitze einfach herum und lasse das Geschehen auf mich wirken.

Es ist wirklich schwer beeindruckend, wenn eine Meute von, sagen wir, 300 Kindern, in einem riesigen Saal, die eben noch ohrenbetaeubend laut waren, schlagartig mucksmaeuschenstill wird und man nur doch das Klicken der unzaehligen Schachuhren hoert, sobald der Turnierleiter die Bretter freigibt. Wir konzentriert schon die Kleinsten auf die Bretter schauen und wie ernst sie das nehmen. Was da fuer Emotionen teilweise freigesetzt werden, wenn die Entscheidungen sehr knapp sind.

Jedenfalls sind wir seit Mitte Dezember gefuehlt jede Woche zu irgendeinem Schachturnier unterwegs gewesen, diese Woche haben wir einmal Pause, aber in der Woche darauf ist schon wieder das naechste Spiel der Berliner Mannschaftsmeisterschaften, und in der Woche darauf spielt das Kind ein zweitaegiges offenes Kinderturnier mit insgesamt 7 Spielen. Dort hat er auch wieder gute Chancen auf einen oberen Platz.

Dafuer, dass er erst vor gut einem Jahr ueberhaupt angefangen hat, Schach zu spielen, finde ich das ziemlich cool. Sein Jahresziel fuer 2017, naemlich eine DWZ (deusche Wertungszahl) zu erhalten, hat er durch die deutschen Vereinsmeisterschaften tatsaechlich auch noch geschafft.

Am schoensten finde ich, dass das Kind es locker nimmt. Wenn er verliert, ist es kein Drama. Er sieht das ganze nicht verbissen, sondern als Spass. Und so lang es ihm Spass macht, soll er einfach weitermachen.

Und mal sehen was dann noch kommt - Schachmuddi ist auf jeden Fall bereit :)

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