Montag, 23. Februar 2015
Schlacht geschlagen
Kindergeburtstag, geplant waren 10 Kinder, 2 waren krank. Aber 8 haben auch locker gereicht.

Was eine gute Idee war: Den grossen Raum zu mieten, den Zeitraum auf 3 Stunden zu begrenzen, ausreichend Lollies zu haben und eine Huepfmatratze mitten in den Raum zu stellen.

Und Salzbrezeln hinzustellen und stilles Wasser in kleinen bunten wiederverschliessbaren Flaschen zu servieren. Ich hatte auch Apfelschorle da, aber die Kinder gingen voll auf die bloeden bunten Flaschen ab :)

Und das haette eigentlich auch gereicht. Die Kinder sind halt durch den Raum gerast und haben Suessigkeiten und Brezeln gegessen und stilles Wasser getrunken.

Was ich mir alles haette sparen koennen:

- Spiele vorbereiten

ich hatte diverse Spiele (Sackhuepfen, Topfschlagen, Autorennen, Eierlaufen, Wuerstchenschappen, Topfschlagen) vorbereitet. Und Konzepte, wie Teams auszulosen sind etc., damit sich keiner benachteiligt oder als Verlierer fuehlt.

Es war dann aber vollkommen unmoeglich, alle Kinder auch nur einmal gleichzeitig zu einem Spiel zu bringen, so dass immer nur ein paar Kinder irgendwas machten, waehrend die anderen durch die Spielflaeche rasten.
Da sich die Kids aber auch nicht langweilten, wollte ich auch keinen zu einem Spiel zwingen.
Immerhin kamen die extra von meiner Mama genaehten Sackhuepfsaecke zumindest kurzzeitig zum Einsatz.

- Waffelbecherkuchen backen

Die allseits gelobten ach so tollen Waffelbecherkuchen hielt ich auch fuer eine tolle Idee. Schoen klein, machen keinen Dreck, passen in eine Kinderhand...

Schon waehrend des backens hat mich aber der Fehler im Konzept geaergert, dass die Dinger beim backen ueberlaufen, weil die Luft nicht entweichen kann. Auch der Teig ist ueberhaupt nicht lecker. Hier wuerde vielleicht Selterskuchenteig etwas rausreissen, der ist saftiger.

Nunja. Dann waren sie fertig, sahen auch ganz gut aus, aber die Kinder fragten mich bei der Feier: "Wo ist denn der Kuchen??" Ich sagte: "Na da, es gibt Waffelbecherkuchen!", und die Kinder antworteten "Waaaaas, keinen RICHTIGEN Kuchen??" und nun sitze ich auf lauter uebriggebliebenen Waffelbecherkuchen. Pfff.

- Viel Sorgfalt auf Gewinneauswahl verwenden

Ich habe gedacht, ich suche fuer jeden Geschmack etwas (also Schokobons, Gummizeug, Lollies etc. und diverses Kleinzeug wir Glitzerstifte, Aufkleber, kleine Flugzeuge etc), und dann kann sich nach jedem Spiel jedes Kind einen Gewinn aussuchen.

Was passierte? Die Kinder nahmen ausschliesslich die Partytroeten und die bunten Lollies (bis auf einen, der nahm 3 Flugzeuge >.<).
Und da die Kinder keine Spiele spielten, gab es sowieso nur ganz wenig Gewinne. Einfach so Suesskram austeilen wollte ich naemlich auch nicht.

Also sitze ich nun auch auf einem Riesenberg Suesskramm und Glitzerchichi. Ich werde mal ersteres im Buero und letzteres in der Kita entsorgen.

- Musik und Musikinstrumente mitzubringen

Die Musik aus dem Kasettenrecorder wurde ignoriert und uebertoent, die mitgebrachten Instrumente total ignoriert - zugunsten der Partytroeten aus der Gewinnekiste. Naja, hauptsache Krach :)

- Einen fliegenden Fisch mitbringen

Statt das der Fisch irgendeinen Sinn gemacht haette, hat er die Aufmerksamkeit des Papagriechen fuer 2 volle Abende gebunden, ich musste zwischendurch noch dran mitbasteln, auch als schon die ganzen Kinder schon da waren und ich eigentlich anderes zu tun hatte. Und wofuer? Es hat die Kinder ungefaehr 2 Minuten lang interessiert. Lag aber vielleicht auch daran, dass das Teil nicht so richtig gut funktionierte.



Alles in allem war es aber ne richtig gute Feier, die Kinder hinterher alle durch und der halbe Grieche gluecklich und reich beschenkt.

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Montag, 16. Februar 2015
fuemf
In meinem Bett schlaeft ein Fuenfjaehriger.

Fuenf. Keine Ahnung, wo die Zeit geblieben ist. Aaaaber die Zeit mit dem halben Griechen ist definitiv die ganzen fuenf Jahre lang (naja, vielleicht bis auf den etwas zerrigen Anfang) eine absolut grossartige, intensive und wunderbare Zeit.

Fuenf. So ein Kind nimmt einen mit in seine Welt, wo es ueber alles staunt, lernt, aufnimmt, sich Dinge zusammenreimt und einen unaufhoerlich daran teilhaben laesst.

Fuenf. Ich fragte mich am Anfang immer, wann das mal aufhoert, dass man sein Kind mit diesem debilen Grinsen betrachtet und vor grenzenloser Liebe dahinschmilzt.
Ich kann es noch nicht beantworten. Ich bin immer noch total verknallt in den Kerl.

Fuenf. Im naechsten Jahr geht es in die Schule. Diese Kindergeschichte fuehrt einem das Zeitvergehen noch viel intensiver vor Augen, als es vorher schon der Fall war.

Fuenf. Und immer noch ist eine Angewohnheit geblieben, die er schon im Bauch hatte: Sich mit den Fuessen wogegen stemmen. Beulte sich damals immer von innen mein Bauch aus, wenn er sich streckte, habe ich heute gerne mal seine Fuesse von aussen im Bauch, wenn er sich im Bett streckt. Oder im Gesicht. Gemuetlich ist nur, wenn man die Fuesse gegen irgendeinen menschlichen Koerperteil stemmen kann. Ich bin es gewohnt, aber andere Leute irritiert das teilweise sehr.

Fuenf. Und auf dem besten Weg zum Nerdkind. Daddelt wie ein grosser auf Smartfon, Tablet und PC. Vom Lego Star Wars zocken auf der Wii mit Mama ganz zu schweigen. Es gab zum Geburtstag ein Fahrrad und ein Riesenlego, die mehr oder weniger ignoriert wurden. Totale (unerwartete) Begeisterung loeste eine Art Lexikon des Lego Star Wars Universums aus, welches ich gleich morgens einmal und dann der Opi nachmittags auch noch zweimal vorlesen musste. (Zweittollstes Geschenk: Das Lego Eisprinzessinnenschloss in qietschrosa. Nunja.)

Fuenf, und hasst malen und schreiben, immer noch. Zaehlt dafuer gerne mal auf dem Klo bis dreihundert und singt stundenlag das ABC-Lied... und tippt seinen Namen auf der Tastatur.

Fuenf. Und ist der Kuschler schlechthin. Er liebt kuscheln. Und ich liebe es, ihn zu kuscheln. Aufm Arm, aufm Schoss - das muss genossen und ausgekostet werden, bevor es in wenigen Jahren ihm zu peinlich ist ^^. Deswegen trage ich das grosse schwere Kind auch jetzt noch ganz gern mal auf dem Arm oder huckepack. Weils schoen ist. Auch wenn er selber laufen koennte.


Fuenf. Und ich liebe die Offenheit in diesem Alter, fuer fast alles, seien es neue Menschen, neue Speisen oder neue Abenteuer. Ich hoffe, ihm diese Neugier auf das Leben erhalten zu koennen. Das ist mir ein grosses Anliegen. Sein Namensgeber, mein bester Freund mit 18, 19, der dann leider bei einem Autounfall ums Leben kam, hat mir diese Offenheit beigebracht, mitgegeben. Ich moechte, dass mein Sohn die auch behaelt. Das Leben ist so viel schoener und bunter ohne Tunnelblick.

Fuenf. Und ich bin so gespannt darauf, wie es weitergeht. Auf die naechsten fuenf! :)


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Donnerstag, 5. Februar 2015
Mmmmh!
Meine neueste lecker-Entdeckung ist uebrigens Hafermilch.

Ich bin ja nun weder Veganer noch irgendwie doll laktoseintoleranzgeplagt, habe also eigentlich keinen Grund, das Zeug zu trinken.

Ausser diesem: Es ist sooooo lecker! Ich weiss zwar nicht mehr, wie ich eigentlich darauf kam, aber momentan bin ich hafermilchsuechtig. So eiskalt aus dem Kuehlschrank, in kleinen Schlueckchen.... moah.

Mandelmilch fand ich hingegen, obwohl fast doppelt so teuer, nicht besonders toll. Als naechstes probiere ich dann mal Reismilch.

Und ab Aschermittwoch wird gefastet. Also, nicht richtig gefastet, aber der Plan ist: kein Fleisch bis Ostern. Das wird auch spannend. Weniger des Fleisches wegen, aber mit dem Brotbelag koennte es kompliziert werden. Wobei, es gibt ja jetzt vegetarische Schinkenspickerwurst. Aus 70% Ei :-D

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Donnerstag, 22. Januar 2015
3 Wochen
... trinke ich jetzt nichts ausser viel Wasser. Und ich fuehl mich ganz schoen gut. Wobei das aber vermutlich weniger an dem Mehr an Wasser, als an dem Nix an Alkohol liegt.
Ich schlafe immer noch nicht besser oder schlechter, wache immer noch gegen 5 auf und dann schlecht wieder ein. DA hatte ich eigentlich erwartet, dass sich das aendert. Aber das lag offensichtlich nicht am Feierabendbier.

Trotzdem bin ich tagsueber munterer und kann besser denken, allerdings gehe ich derzeit auch konsequent recht frueh ins Bett.

Alles in allem weiss ich nicht, ob das mit dem vielen Wasser irgendwas bringt, aber ich werde es noch bis Monatsende durchziehen. Und dann lieber mal ein alkoholfreies Bierchen trinken. Ging ja in der Schwangerschaft auch.

Und jetzt muss ich erstmal aufs Klo. Wasser wegbringen...

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Mittwoch, 21. Januar 2015
Unbestrafbar
Es ist Abend, wir sitzen im Bad, haben gerade Zaehne geputzt und ich fuehre einen ernsthaften Monolog ueber Anspruchshaltungen, weil mich an dem Tag sehr geaergert hat, dass das Kind alles haben will, aber anderen dabei nichts goennt. Im speziellen Fall ging es darum, dass er, der nun wirklich geilstes Lego im Ueberfluss besitzt, seinem Kumpel dessen paar Duplo-Steine nicht goennt, sondern es "unfair" findet, dass der Duplo-Steine hat und er nicht.
Ich halte also eine Moralpredigt. Da hoeren wir die Tuer gehen - der Papa kommt nach Hause.

Kind: "Der Papa hat mir bestimmt nichts mitgebracht..." (noch so ein Ding - der Papa bringt viel zu oft irgendetwas mit).
Ich: "Selbst WENN er etwas mitgebracht haette - heute bekaemst Du es nicht. Ich finde du kannst erstmal ueber den Wert von Dingen nachdenken."
Papa kommt rein: "Kuckmal, ich habe dir eine Hose mitgebracht!"
Ich: "Orrrrhh. :/"
Papa: "Ich hab auch noch ne Ueberraschung mitgebracht!"
Kind: "Juhu!"
Ich: "STOP. Hier gibts heut gar nichts mehr. Vielleicht koennen wir ja morgen nochmal drueber reden, aber heute... (situation erklaer)."
Papa: "Ah. Ok. Dann gibts die Ueberraschung vielleicht morgen:

Kind: "Aber.... Das ist ja super, dann habe ich ja heute UND morgen ein Geschenk, DANKE PAPA!"

Ich: *facepalm*

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Donnerstag, 15. Januar 2015
wen einladen?
Des halben Griechen Geburtstag rueckt naeher, die Geburtstagsparty ist schon grob geplant. Wir haben einen grossen, beheizten Raum, in dem die Blagen nach Herzenslust toben koennen, es wird ein paar Spiele geben und ein Walk-By-Picknick auf dem Boden - Kinder essen ja erfahrungsgemaess eh nicht so viel bei Geburtstagsparties.

Ich werde nicht viel Tamtam machen, Raumschmueckerei und aehnliches liegt mir sowieso nicht und wird von Kindern auch nicht wirklich honoriert, bis auf vielleicht ein kurzes "Boah" beim Raumbetreten. Dafuer werden wir einen 1m langen fliegenden Fisch haben, der per Fernbedienung durch den Raum gesteuert werden kann, eine Huepfmatratze, diverse Trommeln, zu denen ich noch diverse Kleinpercussion mitbringen werden. Wir haben eine Musikanlage und eine Diskokugel. Damit sollten sich doch 3 Stunden Kinderbespassung locker rumbringen lassen.

Nun ist aber die Frage: Wen einladen. Es gibt natuerlich coole Kinder in der Kita. Der beste Freund zB. ist cool, die beiden Maedels, die er einladen will, sind cool.

Und dann sind da die ... nunja... Kackbratzen. Unerzogene Goeren. Bezeichnenderweise mit Eltern, die ihre Kids ueberhaupt nicht im Griff haben und sich auf der Nase herumtanzen lassen.
Die will ich eigentlich nicht dabei haben.
Dummerweise sind nun gerade die zwei schlimmsten temporaere Spielkameraden des halben Griechen. Und er erwaehnt immer mal wieder, dass er die dabeihaben will. Den einen sogar nur, weil der ihm versprochen hat, ihm dann was zu schenken. Orrh.

Ich ueberlege noch, wie ich mich dazu stellen soll. Einerseits soll das Kind gerne selber entscheiden, wenn er dabeihaben will und wen nicht. Andererseits... habe ich die Verantwortung fuer die Blagen und den Raum, ich moechte da keinen Stress haben, weil zwei von den Jungs nicht wissen, wann Schluss ist.

Ein bisschen Zeit hat die Entscheidung ja noch, aber so langsam muessen die Einladungen raus...

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Mittwoch, 7. Januar 2015
Wasser. Viel.
Ein gutes hatte die Sache mit dem kranken Hals ja: Ich konnte nicht essen. Und aber auch nicht trinken.
Erst recht keinen Alkohol. Oder Kaffee.

Und wo ich dann schonmal dabei war, dachte ich mir, als ich wieder trinken konnte, dass ich damit ja eigentlich gar nicht wieder anfangen muesste. Also vorerst.
Wo ich doch neulich im Fernsehen den Beitrag von dieser Frau sah, die den Beitrag ueber die andere Frau gelesen hatte, die einen Monat lang 3l Wasser am Tag trank und hinterher viel besser aussah und sich fitter fuehlte.
Die probierte das auch aus und war hinterher frischer und fitter. Beschwerte sich aber, dass soooo viel trinken sehr anstrengend waere. Da dachte ich mir, was soll daran anstrengend sein; So viel trinken koennte ich auch, aber dann muesste ich ja Alkoholentzug machen! Und da wurde mir nun der Anlass quasi frei Haus geliefert durch die Halsgeschichte.

Seit 2. Januar trinke ich also ausschliesslich stilles Wasser, und davon viel, min. 3l am Tag. Das viel trinken fiel und faellt mir sowieso nicht schwer, habe ich schon immer gemacht. Kaffee fand ich erst etwas schwierig, jetzt geht es schon besser. Montag und Dienstag hatte ich noch Kopfschmerzen vom Koffeinentzug, heute nicht mehr.

Was mich aber am meisten ueberrascht, ist, dass es mir gar nichts ausmacht, keinen Alkohol zu trinken. Ich bin ja nun wirklich ausgemachte Bierliebhaberin, auch weil Bier so schoen den Durst stillt. Ich hatte eigentlich gedacht, ohne mein Abendbierchen gar nicht einschlafen zu koennen und war immer peinlich darauf bedacht, dass auch ja etwas (alkoholisches) zu trinken da ist.
Und jetzt - nichts. Ich schlafe genauso gut (bzw schlecht) ein und durch, wie sonst. Nur dass ich mich morgens zwar muede, aber nicht matschig im Kopf fuehle.

Ich werde das jetzt mal einen Monat durchziehen, mit geplanter Pause am 17. Januar, weil da mein allerbester Freund und Saufkumpan Geburtstag hat. Da muss dann mal ein bisschen ueber die Straenge geschlagen werden.

Und dann bin ich ja mal gespannt, ob und welche Veraenderungen sich zeigen.

Prost!

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Montag, 5. Januar 2015
"=!%
Ein frohes und vor allem gesundes neues Jahr allerseits!

Wir sind dann mal aus der Jahreswend-Bubble wieder aufgetaucht. Leider. Wir haben so schoen abgeschaltet... (also zumindest das Kind und ich. Der Papagrieche musste ja zwischendurch dauernd arbeiten. Ich hatte allerdings fast 3 Wochen frei).

Angefangen haben wir mit einem Kurztrip zu des Papagriechen Geburtstag an die Ostsee. 4 Tage vorweihnachtlich abhaengen, davon 1 Tag im Spassbad Wonnemar in Wismar. Ich hatte so viel gelesen vorher darueber, wie voll das immer waere, wie lang man ueberall anstuende usw., dass ich im Vorfeld schon einige Bedenken hatte, ob man da an einem Freitag so kurz vor Weihnachten ueberhaupt hinfahren sollte.

Es war: Total leer, wir hatten das Bad fast fuer uns alleine, mussten an keiner Wasserrutsche und auch nicht beim Essen anstehen. TOTAL relaxed.

Haben wir ja schon oefter festgestellt, dass die Zeit direkt vor Weihnachten die allerbeste ist, irgendwo hinzufahren (ausser natuerlich auf den Weihnachtsmarkt). Da ist es naemlich ueberall gaehnend leer, weil alle etwas anderes zu tun und die Kinder noch keine Ferien haben.

Dann Weihnachten, ganz ruhig mit meinen Eltern, fuer den halben Griechen gab es den Lego-Star-Wars Overkill, so dass bis zum 27.12. erstmal begeistert durchgehend Lego gebaut wurde.

Der halbe Grieche schlief jeden Morgen bis 9:30. (Dann weckte ich ihn. Damit wir nicht den ganzen Tag verpassen und wenigstens kurz rausgehen konnten zum Lueften).

Zwischendurch zur Abwechslung einmal Taiko fuer mich und einmal Naturkundemuseum mit Kind, ein bisschen Schlitten fahren, viel Schnee fegen resultierend in viel Muskelkater, dann Silvester.

Da waren wir zuerst zu dritt, ich muss ja traditionell immer um 17:00 die Uebertragung von Beethovens 9. aus dem Leipziger Gewandhaus schauen. Das Kind baute schon wieder Lego, weil ihm der griechische Weihnachtsmann (kommt am 31.12.) natuerlich auch noch eine Kleinigkeit gebracht hatte. Faszinierend war aber, dass er beim Bauen im Takt der 9. mitwippte.

Spaeter kamen dann die Nachbarn mit den beiden "grossen Bruedern" rueber.
Die Jungs spielten WII, die Erwachsenen zockten Wer wird Millionaer - am Schluss noch eine Runde Geknalle und ein bisschen Sekt. Alles sehr entspannt. Das war's dann auch, tschuess 2014.

2015 empfing mich dann mit Angina, Kehlkopfentzuendung, Fieber und allem drum und dran, so dass ich fast zwei Tage erstmal gar nichts essen und so gut wie nix trinken konnte. Somit muss ich also keine weiteren unnuetzen Pfunde aus den Feiertagen vermelden - im Gegenteil. Inzwischen geht es mir (dank Bereitschaftsarzt; tolle Erfindung!) wieder so gut, dass ich heute lieber ins Buero gegangen bin, anstatt mich mit lauter noch viel krankeren Leuten in ein Wartezimmer zu setzen.

Ausserdem lenkt mich das ab. Ich finde ja irgendwie nichts deprimierender als den Anfang eines neuen Jahres.

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Mittwoch, 17. Dezember 2014
59,9
Heute passierte es zum dritten mal, das unfassbare: Die Waage zeigte 59,9kg an.
Ich haette tatsaechlich nicht gedacht, dass ich in diesem Leben nochmal eine 5 an erster Stelle sehen wuerde. Aber, tatsaechlich, wahrscheinlich auch als Effekt der Kantinenverweigerung und Radfahrerei fuehle ich mich zur Zeit mal ganz unmopsig.

Natuerlich wird das ganze ueber Weihnachten wieder komplett torpediert werden (Rouladen!! Entenkeulen!! Rotkohl mit viel Schmalz!! Saucen mit viel Liebe und Creme fraiche!! Rosenkohl mit ordentlich Butter!!) und im Januar esse ich auch immer besonders viel weil es so grau und kalt und doof ist.
Aber schoen isses trotzdem, dieses Gefuehl, mal wieder eine zeitlang einfach so in die Hosen zu passen, ohne Schuhloeffel zu brauchen.

Passend dazu habe ich mir, weil neulich alle Haarfarben beim real preisreduziert waren, ein schoenes Nussbraun (eigentlich genau meine Originalfarbe, nur etwas intensiver) gekauft und das erste Mal im Leben meine Haare gefaerbt. Getoent habe ich frueher oft, das will ich aber nicht mehr, weil mich da immer die ausgewaschene Farbe bei jeder Waesche zu Tode genervt hat.
Jetzt habe ich ich also keine grauen Haare mehr. Das ist SO befriedigend und ich koennte permanent vor dem Spiegel stehen und mich darueber freuen. Wenn ich geahnt haette, wie einfach das heutzutage mit der Faerberei ist, haette ich das schon laengst getan!

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Montag, 15. Dezember 2014
Weihnachtsfeier
Ich habe mal im besten Team der Welt gearbeitet, damals, bei meinem ersten Arbeitgeber, bevor alles kaputtinvestiert, scheibchenweise verkauft und der Rest nach Indien verlagert wurde.

Wir waren produktiv, aber, was noch viel wichtiger war: Es wurde gelacht. Viel. Sehr sehr viel. Wir haben rumgebloedelt, Kalauer gerissen und uns mit Spruechen gegenseitig hochgeschaukelt bis zum Zwerchfellmuskelkater.
Der Humor war grossenteils rabenschwarz und auch gern sehr sexistisch und laesterlich, aber hey, als Informatikerin biste einiges gewohnt.
Dann zerfiel das Team mit der Firma, ich ging zeitgleich in Elternzeit

Seit April bin ich in einer Firma, die sehr nah an einer Behoerde ist. Und so sind auch die Leute hier. Ich kann mich eignetlich gut in Teams einpassen, aber hier.... ich verstehe die Leute einfach nicht. Und sie mich nicht.
Es ist hier Usus, dass alle gemeinsam in die Kantine gehen. (Punkt 12. Wo alle anderen auch gehen. Und der maximale Kantinenfuellstand und Laermpegel herrscht. Aber wenn man 5min spaeter geht, koennte man ja schon nichts mehr bekommen).
Und es ist Usus, dass danach alle noch gemeinsam ne Weile am Tisch sitzen bleiben und erzaehlen.

Und da faengt meine Quaelerei an. Die Leute sind hier durchgehend auf eine ganz komische Art humorlos. Oder, eigentlich nicht humorlos. Sie haben nur eine mir nicht zugaengliche Humorart. Teilweise ganz naives Fritzchenwitzniveau, teilweise "Penis" - "*hihihihihi* - Niveau. Auch die Dinge, die sie so erleben, sind aehnlich interessant.
Die Leute sitzen also, erzaehlen sich was, finden das lustig oder interessant und ich sitze daneben und komme nicht rein. Es langweilt mich. Manchmal habe ich doch einen Aufhaenger und sage irgendetwas. Dann ist es meistens so, dass mich die Leute komisch angucken. Oder irgendetwas voellig unerwartetes antworten.
So als neutrales Beispiel: Wenn ich sage "Wie bringt man eine Katze zum bellen? Mit Haarspray bespruehen und Feuerzeug dranhalten. Wuff!!" erwarte ich eine Reaktion wie: "Und wie bringt man einen Hund zum miauen? Tiefgefrieren und ueber die Kreissaege. Miiiiiiiiaaauuuuuu!" Bekomme aber als Reaktion der Leute hier: "Die arme Katze!!" oder "Ich benutze gar kein Haarspray."
Das irritiert mich total. Deswegen sitze ich schweigend die halbe Stunde mit den Leuten am Mittagstisch und warte, dass ich endlich aufstehen kann. Das sitzenbleiben, bis alle fertig sind, ist naemlich common sense (stehst du frueher auf, wirst du wieder komisch angeschaut). Und die Endlossitzerei wird teilweise dadurch noch endlos verlaengert, dass sich der eine nen Nachtisch, der naechste einen Kaffee holt und DANN noch einer angekleckert kommt, der zu spaet kam, und sich mit vollem Teller hinsetzt, wo alle schon gehen wollten.

Inzwischen habe ich das fuer mich so geloest, dass ich mich wieder weitestgehend von 5-Minuten-Terrinen und Broetchen ernaehre, nur um diesen voellig unangenehmen Mittagspausen aus dem Weg zu gehen.
Und ich fing an, an mir zu zweifeln. Hatte ich mich doch eigentlich immer ganz gut in Teams einfuegen koennen, und wenn das hier so viele sind und nur ich komme damit nicht klar - vielleicht lag es ja an mir?


Doch dann war am Wochenende Weihnachtsfeier. Mit meinen Exkollegen vom besten Team der Welt. Und ploetzlich - ploetzlich verstanden mich die Leute wieder! Sie lachten ueber meine Pointen. Und ich verstand die ihren. Wir bloedelten so sehr, dass ich noch den ganzen Nachhauseweg und das darauffolgende Wochenende immer wieder vor mich hinkichern musste.

Liegt also doch nicht an mir.

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