Donnerstag, 22. Januar 2015
3 Wochen
... trinke ich jetzt nichts ausser viel Wasser. Und ich fuehl mich ganz schoen gut. Wobei das aber vermutlich weniger an dem Mehr an Wasser, als an dem Nix an Alkohol liegt.
Ich schlafe immer noch nicht besser oder schlechter, wache immer noch gegen 5 auf und dann schlecht wieder ein. DA hatte ich eigentlich erwartet, dass sich das aendert. Aber das lag offensichtlich nicht am Feierabendbier.

Trotzdem bin ich tagsueber munterer und kann besser denken, allerdings gehe ich derzeit auch konsequent recht frueh ins Bett.

Alles in allem weiss ich nicht, ob das mit dem vielen Wasser irgendwas bringt, aber ich werde es noch bis Monatsende durchziehen. Und dann lieber mal ein alkoholfreies Bierchen trinken. Ging ja in der Schwangerschaft auch.

Und jetzt muss ich erstmal aufs Klo. Wasser wegbringen...

Permalink (2 Kommentare)   Kommentieren



Mittwoch, 21. Januar 2015
Unbestrafbar
Es ist Abend, wir sitzen im Bad, haben gerade Zaehne geputzt und ich fuehre einen ernsthaften Monolog ueber Anspruchshaltungen, weil mich an dem Tag sehr geaergert hat, dass das Kind alles haben will, aber anderen dabei nichts goennt. Im speziellen Fall ging es darum, dass er, der nun wirklich geilstes Lego im Ueberfluss besitzt, seinem Kumpel dessen paar Duplo-Steine nicht goennt, sondern es "unfair" findet, dass der Duplo-Steine hat und er nicht.
Ich halte also eine Moralpredigt. Da hoeren wir die Tuer gehen - der Papa kommt nach Hause.

Kind: "Der Papa hat mir bestimmt nichts mitgebracht..." (noch so ein Ding - der Papa bringt viel zu oft irgendetwas mit).
Ich: "Selbst WENN er etwas mitgebracht haette - heute bekaemst Du es nicht. Ich finde du kannst erstmal ueber den Wert von Dingen nachdenken."
Papa kommt rein: "Kuckmal, ich habe dir eine Hose mitgebracht!"
Ich: "Orrrrhh. :/"
Papa: "Ich hab auch noch ne Ueberraschung mitgebracht!"
Kind: "Juhu!"
Ich: "STOP. Hier gibts heut gar nichts mehr. Vielleicht koennen wir ja morgen nochmal drueber reden, aber heute... (situation erklaer)."
Papa: "Ah. Ok. Dann gibts die Ueberraschung vielleicht morgen:

Kind: "Aber.... Das ist ja super, dann habe ich ja heute UND morgen ein Geschenk, DANKE PAPA!"

Ich: *facepalm*

Permalink (1 Kommentar)   Kommentieren



Donnerstag, 15. Januar 2015
wen einladen?
Des halben Griechen Geburtstag rueckt naeher, die Geburtstagsparty ist schon grob geplant. Wir haben einen grossen, beheizten Raum, in dem die Blagen nach Herzenslust toben koennen, es wird ein paar Spiele geben und ein Walk-By-Picknick auf dem Boden - Kinder essen ja erfahrungsgemaess eh nicht so viel bei Geburtstagsparties.

Ich werde nicht viel Tamtam machen, Raumschmueckerei und aehnliches liegt mir sowieso nicht und wird von Kindern auch nicht wirklich honoriert, bis auf vielleicht ein kurzes "Boah" beim Raumbetreten. Dafuer werden wir einen 1m langen fliegenden Fisch haben, der per Fernbedienung durch den Raum gesteuert werden kann, eine Huepfmatratze, diverse Trommeln, zu denen ich noch diverse Kleinpercussion mitbringen werden. Wir haben eine Musikanlage und eine Diskokugel. Damit sollten sich doch 3 Stunden Kinderbespassung locker rumbringen lassen.

Nun ist aber die Frage: Wen einladen. Es gibt natuerlich coole Kinder in der Kita. Der beste Freund zB. ist cool, die beiden Maedels, die er einladen will, sind cool.

Und dann sind da die ... nunja... Kackbratzen. Unerzogene Goeren. Bezeichnenderweise mit Eltern, die ihre Kids ueberhaupt nicht im Griff haben und sich auf der Nase herumtanzen lassen.
Die will ich eigentlich nicht dabei haben.
Dummerweise sind nun gerade die zwei schlimmsten temporaere Spielkameraden des halben Griechen. Und er erwaehnt immer mal wieder, dass er die dabeihaben will. Den einen sogar nur, weil der ihm versprochen hat, ihm dann was zu schenken. Orrh.

Ich ueberlege noch, wie ich mich dazu stellen soll. Einerseits soll das Kind gerne selber entscheiden, wenn er dabeihaben will und wen nicht. Andererseits... habe ich die Verantwortung fuer die Blagen und den Raum, ich moechte da keinen Stress haben, weil zwei von den Jungs nicht wissen, wann Schluss ist.

Ein bisschen Zeit hat die Entscheidung ja noch, aber so langsam muessen die Einladungen raus...

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren



Mittwoch, 7. Januar 2015
Wasser. Viel.
Ein gutes hatte die Sache mit dem kranken Hals ja: Ich konnte nicht essen. Und aber auch nicht trinken.
Erst recht keinen Alkohol. Oder Kaffee.

Und wo ich dann schonmal dabei war, dachte ich mir, als ich wieder trinken konnte, dass ich damit ja eigentlich gar nicht wieder anfangen muesste. Also vorerst.
Wo ich doch neulich im Fernsehen den Beitrag von dieser Frau sah, die den Beitrag ueber die andere Frau gelesen hatte, die einen Monat lang 3l Wasser am Tag trank und hinterher viel besser aussah und sich fitter fuehlte.
Die probierte das auch aus und war hinterher frischer und fitter. Beschwerte sich aber, dass soooo viel trinken sehr anstrengend waere. Da dachte ich mir, was soll daran anstrengend sein; So viel trinken koennte ich auch, aber dann muesste ich ja Alkoholentzug machen! Und da wurde mir nun der Anlass quasi frei Haus geliefert durch die Halsgeschichte.

Seit 2. Januar trinke ich also ausschliesslich stilles Wasser, und davon viel, min. 3l am Tag. Das viel trinken fiel und faellt mir sowieso nicht schwer, habe ich schon immer gemacht. Kaffee fand ich erst etwas schwierig, jetzt geht es schon besser. Montag und Dienstag hatte ich noch Kopfschmerzen vom Koffeinentzug, heute nicht mehr.

Was mich aber am meisten ueberrascht, ist, dass es mir gar nichts ausmacht, keinen Alkohol zu trinken. Ich bin ja nun wirklich ausgemachte Bierliebhaberin, auch weil Bier so schoen den Durst stillt. Ich hatte eigentlich gedacht, ohne mein Abendbierchen gar nicht einschlafen zu koennen und war immer peinlich darauf bedacht, dass auch ja etwas (alkoholisches) zu trinken da ist.
Und jetzt - nichts. Ich schlafe genauso gut (bzw schlecht) ein und durch, wie sonst. Nur dass ich mich morgens zwar muede, aber nicht matschig im Kopf fuehle.

Ich werde das jetzt mal einen Monat durchziehen, mit geplanter Pause am 17. Januar, weil da mein allerbester Freund und Saufkumpan Geburtstag hat. Da muss dann mal ein bisschen ueber die Straenge geschlagen werden.

Und dann bin ich ja mal gespannt, ob und welche Veraenderungen sich zeigen.

Prost!

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren



Montag, 5. Januar 2015
"=!%
Ein frohes und vor allem gesundes neues Jahr allerseits!

Wir sind dann mal aus der Jahreswend-Bubble wieder aufgetaucht. Leider. Wir haben so schoen abgeschaltet... (also zumindest das Kind und ich. Der Papagrieche musste ja zwischendurch dauernd arbeiten. Ich hatte allerdings fast 3 Wochen frei).

Angefangen haben wir mit einem Kurztrip zu des Papagriechen Geburtstag an die Ostsee. 4 Tage vorweihnachtlich abhaengen, davon 1 Tag im Spassbad Wonnemar in Wismar. Ich hatte so viel gelesen vorher darueber, wie voll das immer waere, wie lang man ueberall anstuende usw., dass ich im Vorfeld schon einige Bedenken hatte, ob man da an einem Freitag so kurz vor Weihnachten ueberhaupt hinfahren sollte.

Es war: Total leer, wir hatten das Bad fast fuer uns alleine, mussten an keiner Wasserrutsche und auch nicht beim Essen anstehen. TOTAL relaxed.

Haben wir ja schon oefter festgestellt, dass die Zeit direkt vor Weihnachten die allerbeste ist, irgendwo hinzufahren (ausser natuerlich auf den Weihnachtsmarkt). Da ist es naemlich ueberall gaehnend leer, weil alle etwas anderes zu tun und die Kinder noch keine Ferien haben.

Dann Weihnachten, ganz ruhig mit meinen Eltern, fuer den halben Griechen gab es den Lego-Star-Wars Overkill, so dass bis zum 27.12. erstmal begeistert durchgehend Lego gebaut wurde.

Der halbe Grieche schlief jeden Morgen bis 9:30. (Dann weckte ich ihn. Damit wir nicht den ganzen Tag verpassen und wenigstens kurz rausgehen konnten zum Lueften).

Zwischendurch zur Abwechslung einmal Taiko fuer mich und einmal Naturkundemuseum mit Kind, ein bisschen Schlitten fahren, viel Schnee fegen resultierend in viel Muskelkater, dann Silvester.

Da waren wir zuerst zu dritt, ich muss ja traditionell immer um 17:00 die Uebertragung von Beethovens 9. aus dem Leipziger Gewandhaus schauen. Das Kind baute schon wieder Lego, weil ihm der griechische Weihnachtsmann (kommt am 31.12.) natuerlich auch noch eine Kleinigkeit gebracht hatte. Faszinierend war aber, dass er beim Bauen im Takt der 9. mitwippte.

Spaeter kamen dann die Nachbarn mit den beiden "grossen Bruedern" rueber.
Die Jungs spielten WII, die Erwachsenen zockten Wer wird Millionaer - am Schluss noch eine Runde Geknalle und ein bisschen Sekt. Alles sehr entspannt. Das war's dann auch, tschuess 2014.

2015 empfing mich dann mit Angina, Kehlkopfentzuendung, Fieber und allem drum und dran, so dass ich fast zwei Tage erstmal gar nichts essen und so gut wie nix trinken konnte. Somit muss ich also keine weiteren unnuetzen Pfunde aus den Feiertagen vermelden - im Gegenteil. Inzwischen geht es mir (dank Bereitschaftsarzt; tolle Erfindung!) wieder so gut, dass ich heute lieber ins Buero gegangen bin, anstatt mich mit lauter noch viel krankeren Leuten in ein Wartezimmer zu setzen.

Ausserdem lenkt mich das ab. Ich finde ja irgendwie nichts deprimierender als den Anfang eines neuen Jahres.

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren



Mittwoch, 17. Dezember 2014
59,9
Heute passierte es zum dritten mal, das unfassbare: Die Waage zeigte 59,9kg an.
Ich haette tatsaechlich nicht gedacht, dass ich in diesem Leben nochmal eine 5 an erster Stelle sehen wuerde. Aber, tatsaechlich, wahrscheinlich auch als Effekt der Kantinenverweigerung und Radfahrerei fuehle ich mich zur Zeit mal ganz unmopsig.

Natuerlich wird das ganze ueber Weihnachten wieder komplett torpediert werden (Rouladen!! Entenkeulen!! Rotkohl mit viel Schmalz!! Saucen mit viel Liebe und Creme fraiche!! Rosenkohl mit ordentlich Butter!!) und im Januar esse ich auch immer besonders viel weil es so grau und kalt und doof ist.
Aber schoen isses trotzdem, dieses Gefuehl, mal wieder eine zeitlang einfach so in die Hosen zu passen, ohne Schuhloeffel zu brauchen.

Passend dazu habe ich mir, weil neulich alle Haarfarben beim real preisreduziert waren, ein schoenes Nussbraun (eigentlich genau meine Originalfarbe, nur etwas intensiver) gekauft und das erste Mal im Leben meine Haare gefaerbt. Getoent habe ich frueher oft, das will ich aber nicht mehr, weil mich da immer die ausgewaschene Farbe bei jeder Waesche zu Tode genervt hat.
Jetzt habe ich ich also keine grauen Haare mehr. Das ist SO befriedigend und ich koennte permanent vor dem Spiegel stehen und mich darueber freuen. Wenn ich geahnt haette, wie einfach das heutzutage mit der Faerberei ist, haette ich das schon laengst getan!

Permalink (1 Kommentar)   Kommentieren



Montag, 15. Dezember 2014
Weihnachtsfeier
Ich habe mal im besten Team der Welt gearbeitet, damals, bei meinem ersten Arbeitgeber, bevor alles kaputtinvestiert, scheibchenweise verkauft und der Rest nach Indien verlagert wurde.

Wir waren produktiv, aber, was noch viel wichtiger war: Es wurde gelacht. Viel. Sehr sehr viel. Wir haben rumgebloedelt, Kalauer gerissen und uns mit Spruechen gegenseitig hochgeschaukelt bis zum Zwerchfellmuskelkater.
Der Humor war grossenteils rabenschwarz und auch gern sehr sexistisch und laesterlich, aber hey, als Informatikerin biste einiges gewohnt.
Dann zerfiel das Team mit der Firma, ich ging zeitgleich in Elternzeit

Seit April bin ich in einer Firma, die sehr nah an einer Behoerde ist. Und so sind auch die Leute hier. Ich kann mich eignetlich gut in Teams einpassen, aber hier.... ich verstehe die Leute einfach nicht. Und sie mich nicht.
Es ist hier Usus, dass alle gemeinsam in die Kantine gehen. (Punkt 12. Wo alle anderen auch gehen. Und der maximale Kantinenfuellstand und Laermpegel herrscht. Aber wenn man 5min spaeter geht, koennte man ja schon nichts mehr bekommen).
Und es ist Usus, dass danach alle noch gemeinsam ne Weile am Tisch sitzen bleiben und erzaehlen.

Und da faengt meine Quaelerei an. Die Leute sind hier durchgehend auf eine ganz komische Art humorlos. Oder, eigentlich nicht humorlos. Sie haben nur eine mir nicht zugaengliche Humorart. Teilweise ganz naives Fritzchenwitzniveau, teilweise "Penis" - "*hihihihihi* - Niveau. Auch die Dinge, die sie so erleben, sind aehnlich interessant.
Die Leute sitzen also, erzaehlen sich was, finden das lustig oder interessant und ich sitze daneben und komme nicht rein. Es langweilt mich. Manchmal habe ich doch einen Aufhaenger und sage irgendetwas. Dann ist es meistens so, dass mich die Leute komisch angucken. Oder irgendetwas voellig unerwartetes antworten.
So als neutrales Beispiel: Wenn ich sage "Wie bringt man eine Katze zum bellen? Mit Haarspray bespruehen und Feuerzeug dranhalten. Wuff!!" erwarte ich eine Reaktion wie: "Und wie bringt man einen Hund zum miauen? Tiefgefrieren und ueber die Kreissaege. Miiiiiiiiaaauuuuuu!" Bekomme aber als Reaktion der Leute hier: "Die arme Katze!!" oder "Ich benutze gar kein Haarspray."
Das irritiert mich total. Deswegen sitze ich schweigend die halbe Stunde mit den Leuten am Mittagstisch und warte, dass ich endlich aufstehen kann. Das sitzenbleiben, bis alle fertig sind, ist naemlich common sense (stehst du frueher auf, wirst du wieder komisch angeschaut). Und die Endlossitzerei wird teilweise dadurch noch endlos verlaengert, dass sich der eine nen Nachtisch, der naechste einen Kaffee holt und DANN noch einer angekleckert kommt, der zu spaet kam, und sich mit vollem Teller hinsetzt, wo alle schon gehen wollten.

Inzwischen habe ich das fuer mich so geloest, dass ich mich wieder weitestgehend von 5-Minuten-Terrinen und Broetchen ernaehre, nur um diesen voellig unangenehmen Mittagspausen aus dem Weg zu gehen.
Und ich fing an, an mir zu zweifeln. Hatte ich mich doch eigentlich immer ganz gut in Teams einfuegen koennen, und wenn das hier so viele sind und nur ich komme damit nicht klar - vielleicht lag es ja an mir?


Doch dann war am Wochenende Weihnachtsfeier. Mit meinen Exkollegen vom besten Team der Welt. Und ploetzlich - ploetzlich verstanden mich die Leute wieder! Sie lachten ueber meine Pointen. Und ich verstand die ihren. Wir bloedelten so sehr, dass ich noch den ganzen Nachhauseweg und das darauffolgende Wochenende immer wieder vor mich hinkichern musste.

Liegt also doch nicht an mir.

Permalink (4 Kommentare)   Kommentieren



Donnerstag, 11. Dezember 2014
sooo viele Paeckchen.
Was ich an der Vorweihnachtszeit schwierig finde, sind die ganzen Paeckchen. Ueberall liegen sie herum, in Schaufenstern, unter Weihnachtsbaeumen in Einkaufscentern, als Deko beim Friseur und im Blumenladen... ueberall wunderhuebsch verpackte Fake-Paeckchen.

Und ich will sie alle auspacken. Weil ich wissen will, was wohl drin ist. Natuerlich weiss ich ganz genau, dass da nichts drin ist. Dekopaeckchen eben.

Aber das Kind in mir, das noch an Magie glaubt, das ist irgendwie ueberzeugt, dass da doch etwas drinnen sein muss. Und wuerde zu gerne die Paeckchen auspacken.

Alle.

Nur, um wirklich sicher zu sein...

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren



Sonntag, 7. Dezember 2014
Reklameopfer
Als ich noch ein Kind war, waren fuer mich teilweise die Werbungen zwischen den Filmen interessanter als die Filme selber. Ich mag gut gemachte Werbung, und sie stoert mich auch im Fernsehen (anders als im Kino) nur maessig bis gar nicht, gibt sie einem doch Zeit, aufs Klo zu gehen, Chips zu holen, dem Kind schonmal Zaehne zu putzen, damit es danach bettfertig ist oder aehnliches.

Ich habe Fernsehwerbung frueher aufgesaugt und kann noch heute massenhaft 80er-Jahre Werbeslogans und -Jingles auswendig. Damals waren ja die einzelnen Werbungen noch laenger und hatten richtig lange Melodien mit langen Texten.

Und mein Kind ist mein Kind. Auch er springt voll auf Werbeslogans an und saugt sie auf wie ein Schwamm. So streut er zwischendurch mal voellig aus dem Zusammenhang gerissen mitten im Gespraech Sprueche ein wie "ab in den Urlaub. sie haben es sich verdient! oder "Lego Duplo. grosse Steine fuer kleine Haende."
Oder er fragt "Mamaaaa, warum putzt Biorepair was drauf?!" Er hoert die Dinger heraus, egal ob im Fernsehen oder im Radio, und speichert sie ab.

Ich habe ihm erklaert, dass das Werbung ist und groesstenteils voelliger Schwachsinn, was die da erzaehlen, und dass man Spass dran haben, aber es in den allermeisten Faellen nicht glauben darf.

Und nun fragt er bei Werbung immer: "Mama, funktioniert das?". Und merkt sich die Antwort und kommentiert dann auch bekannte Spots mit: "Aber das ist Quatsch, das funktioniert nicht" oder "die haben Recht, das Zeug ist wirklich gut!"

Jedenfalls ist es inzwischen auch wieder so, dass ich die Werbebloecke fast so gerne schaue wie den Film selber. Weil sie dem Kind so Spass machen.

und jetzt alle: "Wrigleys Spearmint Gum, Gum, Gum..." :-D

Permalink (2 Kommentare)   Kommentieren



Mittwoch, 26. November 2014
Mamakind
Zur Zeit ist der halbe Grieche mal wieder ein ganz schlimmes Mamakind und haengt wie sonstwas am Rockzipfel. Einerseits ist er natuerlich schon gaaaaanz gross.
Aber dann wieder soll ich am besten bei allem dabeisein. Ich soll abends mit im Bett liegen zum Einschlafen ("Mama, ich kann nicht einschlafen, wenn ich alleine bin. Ich fuehl mich dann so einsam!"), ich soll ihn morgens zur Kita bringen ("aber ich will, dass du mich bringst und nicht der Papa!"), er moechte, dass ich ihn ganz schnell wieder von der Kita abhole uswusf.

Wahrscheinlich wieder irgendein Entwicklungsschub. Er schlaeft auch wirklich total schlecht ein zur Zeit und ist nachts sehr unruhig. Was ich dann morgens ausbaden darf, wenn er mich morgenmuffelig von der Seite in einem Ton anmotzt, der einem Berliner Taxifahrer im Berufsverkehr alle Ehre machen wuerde.
Um sich kurz darauf wortreich zu entschuldigen und sich an mich zu kuscheln und mich ueberhaupt permanent mit Knuddeleinheiten, Kuesschen und "Mamaaaa, ich hab dich soooooooo lieb"s zu ueberschuetten. Was das ganze dann auch wieder sehr ertraeglich macht :)

Vielleicht ist es ihm auch einfach zu stressig momentan bzw. meine Gestresstheit uebertraegt sich aufs Kind - ich wusste jedenfalls in letzter Zeit oft nicht, wo mir der Kopf steht.

Mein Leben ist zur Zeit ein logistischer Albtraum.
Durch Taikountterricht an der einen, -Training an der anderen und Auftritte an irgendwelchen beliebigen Stellen, dem Wohnen an de facto zwei Wohnstaetten, Kita und sonstigen Aktivitaeten und der aetzenden Tatsache, an der Arbeitsstelle keine Autoparkmoeglichkeit zu haben, bin ich die ganze Zeit nur am ueberlegen, was und wen ich nun wann mit welchem Fahrzeug wohinzutransportieren habe.
Oder wo ich nun nach der Arbeit eigentlich hinfahren muss. Klar ist das Freizeitstress und ein absolutes Luxusproblem, aber ich moechte trotzdem gern mal wieder einfach so rumsitzen und nichts zu tun haben.

Wird jedenfalls Zeit, dass das Jahr zuende geht und wir mal wieder laenger frei haben und ein bisschen zur Ruhe kommen koennen.

Permalink (0 Kommentare)   Kommentieren