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Freitag, 19. März 2010
YESSS M*THAF*CKA
am Freitag, 19. März 2010, 15:21
Ich glaub's ja selbst nicht, aber ich sitze hier grad trotz immer noch 10kg Mehrgewicht im Vergleich zu vor der Schwangerschaft in einer meiner normalen Jeans rum :)))
Sieht noch aus wie Wurst, ok... aber vor ner Woche ging das noch nicht.
STRIKE - ich bin wieder im Rennen ^^
Sieht noch aus wie Wurst, ok... aber vor ner Woche ging das noch nicht.
STRIKE - ich bin wieder im Rennen ^^
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Donnerstag, 18. März 2010
OMG
am Donnerstag, 18. März 2010, 15:54
gut: Es ist schoenes Wetter! So richtig mit Sonne und so!
schlecht: Der halbe Grieche hat heut ein besonders doll verschwiemeltes Auge. Die Euphrasia-Tropfen helfen nicht wirklich.
seltsam: Letze Nacht mit dem Checker von DSDS im Bett gelandet. Was will mir mein Unterbewusstsein damit sagen? Das Kerlchen ist halb so alt wie ich und waere schon damals nicht mein Typ gewesen >.<
schlecht: Der halbe Grieche hat heut ein besonders doll verschwiemeltes Auge. Die Euphrasia-Tropfen helfen nicht wirklich.
seltsam: Letze Nacht mit dem Checker von DSDS im Bett gelandet. Was will mir mein Unterbewusstsein damit sagen? Das Kerlchen ist halb so alt wie ich und waere schon damals nicht mein Typ gewesen >.<
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Dienstag, 16. März 2010
1 Monat
am Dienstag, 16. März 2010, 20:49 im Topic 'Meilensteine'
Ein Monat???!!
Einen ganzen Monat bist Du nun schon bei uns, mein kleiner halber Grieche, mein Mausebaerchen, mein Nico, mein Baby. Einen ganzen Monat bin ich schon Mama.
Ich habe keine Ahnung, wo die Zeit geblieben ist. Ich werde jetzt schon ein bisschen panisch, wie schnell die schoene Zeit zu hause vorbei sein wird - obwohl es doch jetzt immer noch 13 Monate sind, bis ich wieder arbeiten gehen muss...
Die Tage fliegen so dahin. Da die hysterischen Schreianfaelle nachts gerne mal bis 4 oder gar halb 6 dauern, schlafen wir lange, wenn es irgend geht. Bis 1 oder 2 mittags. Dann geht der Tag, bis Papa irgendwann nach hause kommt, mit Essen fuer Mama, Trinken fuer Nico, ein bisschen spazierengehen, ein bisschen einkaufen, ein bisschen (Nach)mittagschlaf, bekaempfen eventueller verfrueht auftretender Bauchteufel und ein bisschen Haushalt wie ein Wimpernschlag vorbei.
Den Abend geniessen wir gemeinsam, mit nackig strampeln (Deine Lieblingsbeschaeftigung), noch etwas essen, vielleicht baden (Deine zweitliebste Beschaeftigung) und einfach freuen, zusammen zu sein und Dich da zu haben.
Gegen 12 geht dann wieder das hysterische Geschrei los: Erst, weil Dir Dein Bauch Probleme macht, und dann, wenn das Problem mittels Kuemmelzaepfchen und Fieberthermometer geloest wurde, einfach nur so. Weil Du scheinbar die Geschehnisse des Tages verarbeiten musst. Da hilft auch nichts, weder Rumtragen noch Pucken noch gut zureden, nicht einmal Stillen hilft. Irgendwann, wenn Du genug geschrieen hast, schlaefst Du einfach ein, meist so gegen 3 - um bis am naechten Tag mittags mit nur ein, maximal zweimal Stillunterbrechung durchzuschlafen und dann wieder das Sonnenscheinvorzeigebaby zu sein.
Du lachst uns an, wenn wir Dich anreden und dabei angrinsen. Das ist einfach nur goettlich. Uns mit Blicken fixieren konntest Du ja schon von Anfang an und den Kopf haelst Du schon fast wie ein Grosser. Weiter koennen wir noch keine aussergewoehnlichen Leistungen vermelden, mit Deinem Spieltrapez kannst Du zB noch gar nichts anfangen, aber Du scheinst auch alles, was Du hast, in Muskelaufbau und Fitness zu stecken. Du wirst das schon genauso machen, wie es richtig ist.
Du bist kraeftig und hast ordentlich zugenommen.
Heute waren wir bei der U3: 4600g wiegst Du jetzt, in Anbetracht der Tatsache, dass Du zwischendurch auf fast nur noch 3700g runter warst, ist das eine ordentliche Leistung. Gewachsen bist Du nur 2cm auf 59cm, aber, hey - das ist ja auch schon gross genug fuer 2 Wochen, und Deine erste Hose und der ein oder andere Strampler ist Dir auch schon zu klein geworden und musste aussortiert werden.
Ansonsten sagt der Baby-TUeV: Alles in Ordnung, Du bist topfit und mit der naechtlichen Schreierei, da muessen wir einfach durch und das wird besser nach dem 3. Monat.
Die Sache mit dem Stillen haben wir einigermassen hinbekommen. Okay, meine Brustwarzen tun noch fuerchterlich weh, weil Du ein kleiner Piranha bist. Aber das Problem, dass Du am Anfang so gar nicht trinken wolltest und oft genug einfach vergessen zu haben schienst, wie das geht, und dann nur noch die Brust angebruellt hast, das haben wir nicht mehr.
Wachse und gedeihe weiter, mein Sohn - wir sind sehr gespannt, wie Du Dich entwickelst und wir lieben Dich von ganzem Herzen!
Und wie geht es mir dabei? Ich bin gluecklich. Einfach nur gluecklich. Ich realisiere so langsam, dass nun alles anders ist. Dass ich eine Mama bin. Dass da jemand ist, auf den ich aufpassen muss und will. Der mir alles bedeutet. Fuer den ich alles bedeute und der sich voll auf mich verlaesst. Ein Wahnsinnsgefuehl. Dazu noch dieser Mann, der sich auch in der Paparolle als der Allerbeste herausstellt.
Keine Ahnung, womit ich das alles verdient habe. Aber: Danke, an wen auch immer :)

Einen ganzen Monat bist Du nun schon bei uns, mein kleiner halber Grieche, mein Mausebaerchen, mein Nico, mein Baby. Einen ganzen Monat bin ich schon Mama.
Ich habe keine Ahnung, wo die Zeit geblieben ist. Ich werde jetzt schon ein bisschen panisch, wie schnell die schoene Zeit zu hause vorbei sein wird - obwohl es doch jetzt immer noch 13 Monate sind, bis ich wieder arbeiten gehen muss...
Die Tage fliegen so dahin. Da die hysterischen Schreianfaelle nachts gerne mal bis 4 oder gar halb 6 dauern, schlafen wir lange, wenn es irgend geht. Bis 1 oder 2 mittags. Dann geht der Tag, bis Papa irgendwann nach hause kommt, mit Essen fuer Mama, Trinken fuer Nico, ein bisschen spazierengehen, ein bisschen einkaufen, ein bisschen (Nach)mittagschlaf, bekaempfen eventueller verfrueht auftretender Bauchteufel und ein bisschen Haushalt wie ein Wimpernschlag vorbei.
Den Abend geniessen wir gemeinsam, mit nackig strampeln (Deine Lieblingsbeschaeftigung), noch etwas essen, vielleicht baden (Deine zweitliebste Beschaeftigung) und einfach freuen, zusammen zu sein und Dich da zu haben.
Gegen 12 geht dann wieder das hysterische Geschrei los: Erst, weil Dir Dein Bauch Probleme macht, und dann, wenn das Problem mittels Kuemmelzaepfchen und Fieberthermometer geloest wurde, einfach nur so. Weil Du scheinbar die Geschehnisse des Tages verarbeiten musst. Da hilft auch nichts, weder Rumtragen noch Pucken noch gut zureden, nicht einmal Stillen hilft. Irgendwann, wenn Du genug geschrieen hast, schlaefst Du einfach ein, meist so gegen 3 - um bis am naechten Tag mittags mit nur ein, maximal zweimal Stillunterbrechung durchzuschlafen und dann wieder das Sonnenscheinvorzeigebaby zu sein.
Du lachst uns an, wenn wir Dich anreden und dabei angrinsen. Das ist einfach nur goettlich. Uns mit Blicken fixieren konntest Du ja schon von Anfang an und den Kopf haelst Du schon fast wie ein Grosser. Weiter koennen wir noch keine aussergewoehnlichen Leistungen vermelden, mit Deinem Spieltrapez kannst Du zB noch gar nichts anfangen, aber Du scheinst auch alles, was Du hast, in Muskelaufbau und Fitness zu stecken. Du wirst das schon genauso machen, wie es richtig ist.
Du bist kraeftig und hast ordentlich zugenommen.
Heute waren wir bei der U3: 4600g wiegst Du jetzt, in Anbetracht der Tatsache, dass Du zwischendurch auf fast nur noch 3700g runter warst, ist das eine ordentliche Leistung. Gewachsen bist Du nur 2cm auf 59cm, aber, hey - das ist ja auch schon gross genug fuer 2 Wochen, und Deine erste Hose und der ein oder andere Strampler ist Dir auch schon zu klein geworden und musste aussortiert werden.
Ansonsten sagt der Baby-TUeV: Alles in Ordnung, Du bist topfit und mit der naechtlichen Schreierei, da muessen wir einfach durch und das wird besser nach dem 3. Monat.
Die Sache mit dem Stillen haben wir einigermassen hinbekommen. Okay, meine Brustwarzen tun noch fuerchterlich weh, weil Du ein kleiner Piranha bist. Aber das Problem, dass Du am Anfang so gar nicht trinken wolltest und oft genug einfach vergessen zu haben schienst, wie das geht, und dann nur noch die Brust angebruellt hast, das haben wir nicht mehr.
Wachse und gedeihe weiter, mein Sohn - wir sind sehr gespannt, wie Du Dich entwickelst und wir lieben Dich von ganzem Herzen!
Und wie geht es mir dabei? Ich bin gluecklich. Einfach nur gluecklich. Ich realisiere so langsam, dass nun alles anders ist. Dass ich eine Mama bin. Dass da jemand ist, auf den ich aufpassen muss und will. Der mir alles bedeutet. Fuer den ich alles bedeute und der sich voll auf mich verlaesst. Ein Wahnsinnsgefuehl. Dazu noch dieser Mann, der sich auch in der Paparolle als der Allerbeste herausstellt.
Keine Ahnung, womit ich das alles verdient habe. Aber: Danke, an wen auch immer :)

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Sonntag, 14. März 2010
Goil!!!
am Sonntag, 14. März 2010, 15:18
Ich bin heute einen Schritt weiter auf dem Weg zur alten Schabracke. Und der MamS*), der beste aller Maenner, schenkt mir: Ein Samsung B2100. Ein Outdoor-Haendi. Ein echtes Grobmotorikerteil.
Ich hatte vorher ein Ericsson R310S und dachte, ich wuerde nie wieder so ein robustes Teil finden. Wasserdicht, sturzfest (es ist mir mal im Treppenhaus im 2. Stock aus der Hand gefallen und bis ins Erdgeschoss durchgefallen. Es funktionierte hinterher noch genau wie vorher) und von herrlich martialischem Design mit der Haifischflossen-Antenne. Jahrelang hab ich geschaut, aber es wurden einfach keine _echten_ Outdoor-Haendies mehr hergestellt.
Aber dieses Samsung... ich glaube, das schlaegt mein geliebtes Ericsson noch um Laengen. Okay, designtechnisch ist es schon sehr modern, wo ich es eher retro mag, und es hat tausende Funktionen, die ich nicht benoetige - ich nutze mein Haendi tatsaechlich nur zum telefonieren, smsen und als Wecker, mehr konnte mein altes auch gar nicht.
Aber es ist glaub ich das robusteste, was momentan zu haben ist. Die Ludolfs haben es ausprobiert:
Link, und wenn die es nicht kleinkriegen, dann wird es mich und eventuelle Uebergriffe des halben Griechen auch ueberleben.
Wahrscheinlich bis zu dessen 18. Geburtstag :)
Hach, ich lieber meinen Mann. Hat er wieder genau das Richtige gefunden...
*) Mann an meiner Seite
Ich hatte vorher ein Ericsson R310S und dachte, ich wuerde nie wieder so ein robustes Teil finden. Wasserdicht, sturzfest (es ist mir mal im Treppenhaus im 2. Stock aus der Hand gefallen und bis ins Erdgeschoss durchgefallen. Es funktionierte hinterher noch genau wie vorher) und von herrlich martialischem Design mit der Haifischflossen-Antenne. Jahrelang hab ich geschaut, aber es wurden einfach keine _echten_ Outdoor-Haendies mehr hergestellt.
Aber dieses Samsung... ich glaube, das schlaegt mein geliebtes Ericsson noch um Laengen. Okay, designtechnisch ist es schon sehr modern, wo ich es eher retro mag, und es hat tausende Funktionen, die ich nicht benoetige - ich nutze mein Haendi tatsaechlich nur zum telefonieren, smsen und als Wecker, mehr konnte mein altes auch gar nicht.
Aber es ist glaub ich das robusteste, was momentan zu haben ist. Die Ludolfs haben es ausprobiert:
Link, und wenn die es nicht kleinkriegen, dann wird es mich und eventuelle Uebergriffe des halben Griechen auch ueberleben.
Wahrscheinlich bis zu dessen 18. Geburtstag :)
Hach, ich lieber meinen Mann. Hat er wieder genau das Richtige gefunden...
*) Mann an meiner Seite
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Unser Star fuer Oslo...
am Sonntag, 14. März 2010, 14:58 im Topic 'Unmut'
... kann eigentlich auch gleich zuhause bleiben. Vielleicht werden wir diesmal nicht den letzten Platz machen. Es wuerde mich aber sehr ueberraschen, wenn wir auch nur in die erste Haelfte kaemen.
Keine Ahnung warum die schon wieder den gleichen Fehler machen und ein mainstreamiges Langweilerlied ins Rennen schicken. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass bei dem inzwischen riesigen Teilnehmerfeld nur eine Chance hat, wer sich irgendwie aus der Masse abhebt. Siehe Lordi. Oder der Geigenheini letztes Jahr.
Und was machen wir? Wir schicken eine Tante ohne Gesicht mit einem Lied ohne Charakter. Eingaengig, ja, aber es wird ein eingaengiger massenkompatibler Song unter x anderen eingaengigen massenkompatiblen Songs sein, die man nach dem Hoeren sofort wieder vergisst.
Warum schickt man nicht jemanden wie diesen Mehrsad von DSDS mit einem Song im Style von Seeed? Das haette Chancen. Oder etwas Rammstein-artiges. Wahrscheinlich haette selbst DJ Oetzi mit irgendeinem Ballermann-Apres-Ski-Hit bessere Chancen als das blutleere Gesaeusel welches wir heuer ins Rennen schicken.
Ich mag den Grand Prix, und mir ist es eigentlich scheissegal, wer da gewinnt. Was mir aber wirklich auf den Keks geht, ist, dass sich hier irgendwelche Leute berufen fuehlen, auszusuchen, wer Deutschland repraesentieren soll, die augenscheinlich einfach nicht den Durchblick haben, was da ankommen koennte.
Es gibt doch wirklich genug gute Saenger, Saengerinnen und Bands hier, die das locker wuppen koennen. Warum werden die nicht mal gefragt?
Unmut darueber.
Keine Ahnung warum die schon wieder den gleichen Fehler machen und ein mainstreamiges Langweilerlied ins Rennen schicken. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass bei dem inzwischen riesigen Teilnehmerfeld nur eine Chance hat, wer sich irgendwie aus der Masse abhebt. Siehe Lordi. Oder der Geigenheini letztes Jahr.
Und was machen wir? Wir schicken eine Tante ohne Gesicht mit einem Lied ohne Charakter. Eingaengig, ja, aber es wird ein eingaengiger massenkompatibler Song unter x anderen eingaengigen massenkompatiblen Songs sein, die man nach dem Hoeren sofort wieder vergisst.
Warum schickt man nicht jemanden wie diesen Mehrsad von DSDS mit einem Song im Style von Seeed? Das haette Chancen. Oder etwas Rammstein-artiges. Wahrscheinlich haette selbst DJ Oetzi mit irgendeinem Ballermann-Apres-Ski-Hit bessere Chancen als das blutleere Gesaeusel welches wir heuer ins Rennen schicken.
Ich mag den Grand Prix, und mir ist es eigentlich scheissegal, wer da gewinnt. Was mir aber wirklich auf den Keks geht, ist, dass sich hier irgendwelche Leute berufen fuehlen, auszusuchen, wer Deutschland repraesentieren soll, die augenscheinlich einfach nicht den Durchblick haben, was da ankommen koennte.
Es gibt doch wirklich genug gute Saenger, Saengerinnen und Bands hier, die das locker wuppen koennen. Warum werden die nicht mal gefragt?
Unmut darueber.
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Donnerstag, 11. März 2010
Heimat
am Donnerstag, 11. März 2010, 14:24
Ich bin ja mit meinem halben Griechen zur Zeit bei meinen Eltern vor den Toren der Hauptstadt zu Gast. Hier koennen wir uns verwoehnen lassen und das Spazierengehen ist auch wesentlich ergiebiger als in der Innenstadt.
Und wenn ich so mit dem Kinderwagen durch die Strassen streife, die fast 25 Jahre mein zuhause waren, dann kommt ein schoenes, warmes Gefuehl hoch: Heimat. Hier gehoere ich hin. Wo es gruen ist und Gaerten sind. Ich bin nicht wirklich ein Stadtmensch.
Und die Frage kommt hoch, ob wir nicht doch wieder hier raus ziehen sollten. Klar, finanziell waere das wahrscheinlich desastroes, wir muessten entweder bei meinen Eltern anbauen oder selber ein Haeuschen kaufen.
Aber sollte man es einem kleinen Jungen nicht goennen, draussen, halb auf dem Land, aufzuwachsen, wo er im Wald spielen kann statt auf Beton und raus in den Garten kann statt nur in den Hinterhof?
Andererseits, in Berlin hat es ne deutsch-griechische Kita und Europaschule, was ja, wenn man weiter in die Zukunft blickt, auch enorm vorteilhaft ist. Wenn Nico schon zweisprachig aufwaechst, dann doch am besten so richtig. Bei der Tochter des Griechen wurde das verpasst, und das ist extrem schade, findet sie selber.
Nun, wir werden sehen. Aber eins weiss ich: Wenn wir wieder in die Vorstadt zoegen, vermissten wir wohl die Vorzuege der Innenstadt genauso, wie wir derzeit die Vorzuege des Vorstadtlebens vermissen. So 100%ig optimal bekommt man es wohl nie hin. Mit Kind allerdings verschiebt sich die Perspektive sowieso mehr hin zu Familienleben und weg von abendlichen Kneipenstreifzuegen und hin zur Gartenidylle...
Noch was tolles ist passiert: Gestern rief ich einen sehr guten Freund von mir an, der auch hier in der Vorstadt lebt, und den ich zwar seit langer Zeit nur mal telefonisch kontaktiert hatte, bei dem ich aber immer das Gefuehl habe, ich kann jederzeit hin und alles waer wie immer.
Wir hatten uns waehrend meiner Schwangerschaft gar nicht gesprochen, und nach dem obligatorischen "hey, lange nicht gehoert" meinte ich "genau, so lange, dass ich inzwischen ein Kind ausgetragen habe".
Und da meinte er doch glatt, er waere auch gerade Vater geworden - im Januar!
Manchmal ist die Welt so klein und so voller Zufaelle. Jedenfalls wollen wir uns am Wochenende mal treffen. Und wer weiss, vielleicht auch wieder mal oefter und Nico lernt gleich einen Kumpel fuer's Leben kennen.
Ich freu mich jedenfalls riesig :O)
Und wenn ich so mit dem Kinderwagen durch die Strassen streife, die fast 25 Jahre mein zuhause waren, dann kommt ein schoenes, warmes Gefuehl hoch: Heimat. Hier gehoere ich hin. Wo es gruen ist und Gaerten sind. Ich bin nicht wirklich ein Stadtmensch.
Und die Frage kommt hoch, ob wir nicht doch wieder hier raus ziehen sollten. Klar, finanziell waere das wahrscheinlich desastroes, wir muessten entweder bei meinen Eltern anbauen oder selber ein Haeuschen kaufen.
Aber sollte man es einem kleinen Jungen nicht goennen, draussen, halb auf dem Land, aufzuwachsen, wo er im Wald spielen kann statt auf Beton und raus in den Garten kann statt nur in den Hinterhof?
Andererseits, in Berlin hat es ne deutsch-griechische Kita und Europaschule, was ja, wenn man weiter in die Zukunft blickt, auch enorm vorteilhaft ist. Wenn Nico schon zweisprachig aufwaechst, dann doch am besten so richtig. Bei der Tochter des Griechen wurde das verpasst, und das ist extrem schade, findet sie selber.
Nun, wir werden sehen. Aber eins weiss ich: Wenn wir wieder in die Vorstadt zoegen, vermissten wir wohl die Vorzuege der Innenstadt genauso, wie wir derzeit die Vorzuege des Vorstadtlebens vermissen. So 100%ig optimal bekommt man es wohl nie hin. Mit Kind allerdings verschiebt sich die Perspektive sowieso mehr hin zu Familienleben und weg von abendlichen Kneipenstreifzuegen und hin zur Gartenidylle...
Noch was tolles ist passiert: Gestern rief ich einen sehr guten Freund von mir an, der auch hier in der Vorstadt lebt, und den ich zwar seit langer Zeit nur mal telefonisch kontaktiert hatte, bei dem ich aber immer das Gefuehl habe, ich kann jederzeit hin und alles waer wie immer.
Wir hatten uns waehrend meiner Schwangerschaft gar nicht gesprochen, und nach dem obligatorischen "hey, lange nicht gehoert" meinte ich "genau, so lange, dass ich inzwischen ein Kind ausgetragen habe".
Und da meinte er doch glatt, er waere auch gerade Vater geworden - im Januar!
Manchmal ist die Welt so klein und so voller Zufaelle. Jedenfalls wollen wir uns am Wochenende mal treffen. Und wer weiss, vielleicht auch wieder mal oefter und Nico lernt gleich einen Kumpel fuer's Leben kennen.
Ich freu mich jedenfalls riesig :O)
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Dienstag, 9. März 2010
Behoerdendschungel
am Dienstag, 9. März 2010, 15:09 im Topic 'Unmut'
3 Wochen ist Nico heute nun alt. Und immer noch nicht offiziell existent fuer die Behoerden.
Ich bin ja mit dem Griechen nicht verheiratet, Nico soll aber trotzdem dessen Nachnamen haben. Dafuer braucht es neben der Vaterschaftsanerkennung auch eine Namenserteilung.
Dafuer hatten wir erst gestern einen Termin auf dem Standesamt bekommen. Ich dachte, wir bekommen dann wenigstens gleich die Geburtsurkunden mit. Arbeitgeber und Krankenkasse draengeln naemlich schon, und auch Kinder- und Elterngeld wuerde ich gern beantragen. Weiterhin brauche ich ja auch noch eine Sorgeerklaerung, und die bekomme ich nur mit - richtig, einer Geburtsurkunde.
Aber, nein! Der junge Mann hinterm Schreibtisch kann noch nicht einschaetzen, wieviel Arbeit er sonst noch hat und ob er das heute oder erst morgen schafft. Er meint, wir koennten die Urkunden am Mittwoch abholen oder Donnerstag per Post bekommen.
Da kann einem doch echt der Kragen platzen - der muss da garantiert nur irgendeinen Knopf in seinem Behoerdenprogramm druecken, die Urkunden ausdrucken und da einen Stempel druntersetzen, das kann doch nicht so lange dauern?!
Wenn ich so arbeiten wuerde, mein Chef wuerde mir was erzaehlen.
Weiterhin frage ich mich, warum jedes Amt da eine eigene Geburtsurkunde auf Papier braucht. Das ist doch sowieso alles rechentechnisch erfasst, im Prinzip koennten die anderen Aemter beim Standesamt die Existenz des Kleinen abfragen. Aber nein. Jeder will sein eigenes Stueck Papier zum lochen und abheften. Schoene neue Datenwelt einerseits. Und das Festhalten an derlei Anachronismen andererseits.
Unmut darueber.
Ich bin ja mit dem Griechen nicht verheiratet, Nico soll aber trotzdem dessen Nachnamen haben. Dafuer braucht es neben der Vaterschaftsanerkennung auch eine Namenserteilung.
Dafuer hatten wir erst gestern einen Termin auf dem Standesamt bekommen. Ich dachte, wir bekommen dann wenigstens gleich die Geburtsurkunden mit. Arbeitgeber und Krankenkasse draengeln naemlich schon, und auch Kinder- und Elterngeld wuerde ich gern beantragen. Weiterhin brauche ich ja auch noch eine Sorgeerklaerung, und die bekomme ich nur mit - richtig, einer Geburtsurkunde.
Aber, nein! Der junge Mann hinterm Schreibtisch kann noch nicht einschaetzen, wieviel Arbeit er sonst noch hat und ob er das heute oder erst morgen schafft. Er meint, wir koennten die Urkunden am Mittwoch abholen oder Donnerstag per Post bekommen.
Da kann einem doch echt der Kragen platzen - der muss da garantiert nur irgendeinen Knopf in seinem Behoerdenprogramm druecken, die Urkunden ausdrucken und da einen Stempel druntersetzen, das kann doch nicht so lange dauern?!
Wenn ich so arbeiten wuerde, mein Chef wuerde mir was erzaehlen.
Weiterhin frage ich mich, warum jedes Amt da eine eigene Geburtsurkunde auf Papier braucht. Das ist doch sowieso alles rechentechnisch erfasst, im Prinzip koennten die anderen Aemter beim Standesamt die Existenz des Kleinen abfragen. Aber nein. Jeder will sein eigenes Stueck Papier zum lochen und abheften. Schoene neue Datenwelt einerseits. Und das Festhalten an derlei Anachronismen andererseits.
Unmut darueber.
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Sonntag, 7. März 2010
Eindeutiges Statement
am Sonntag, 7. März 2010, 22:55
Wenn der Kleine beim Anblick des singenden Olaf Schubert im Fernsehen in hohem Bogen eine erstaunlich grosse Menge Milch ausko**t, dann ist das ja auch irgendwie eine Aussage.
Und ich werde mir sehr genau ueberlegen, ob ich ihm noch jemals was vorsinge - ich hoer mich naemlich noch viel graesslicher an.
Und ich werde mir sehr genau ueberlegen, ob ich ihm noch jemals was vorsinge - ich hoer mich naemlich noch viel graesslicher an.
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Samstag, 6. März 2010
Spiesser
am Samstag, 6. März 2010, 19:40
Unter uns sind neue Mieter eingezogen. Zwei junge Maedels. So weit so gut.
Vorher wohnte dort ein altes Ehepaar, inzwischen leider verstorben. Es war also immer sehr ruhig, so wie das ganze Haus sehr ruhig ist.
Dann wurde die Wohnung renoviert. Gerade in meinen letzten 4 Schwangerschaftswochen, als ich schon im Mutterschutz war. Ich konnte meist erst so gegen 3 oder 4 einschlafen, dafuer dann vormittags hervorragend schlafen. Bis die Renovierarbeiten losgingen. Morgens um 7 Uhr nochwas ging der grosse Laerm los. Bis ca. 9 Uhr - danach war wieder Ruhe. Mein Verdacht war die ganze Zeit, dass die Handwerker das mit Absicht machen. Wenn sie nicht ausschlafen duerfen, dann sollen die anderen auch nicht.
Noch schoener war es, als die Tueren lackiert wurden und unser Flur 3 Tage lang nach Lack stank und ein Aufenthalt in der Wohnung zu Kopfschmerzen fuehrte.
Aber all das war ja dann auch irgendwann vorbei.
Und nun sind die jungen Maedels da drin. Und was machen die? Richtig. Party. Ist ja eigentlich nichts gegen einzuwenden. Ich wollte gestern so gegen 1 ins Bett, da war die Lautstaerke noch ertraeglich.
Das aenderte sich dann mit offenbar steigendem Pegel langsam aber sicher, bis ich gegen 3 die Musik glasklar mithoeren konnte und so langsam die Schnauze voll hatte.
Und ich habe etwas getan, was ich NOCH NIE getan habe: Ich bin runtergegangen und habe die Partypeople gebeten, doch mal was leiser zu machen, es waere schon 3 und die anderen Bewohner wuerden auch gern schlafen.
Bin ich jetzt ein Spiesser geworden? Frueher haette ich so was nicht getan. Das haette aber eher daran gelegen, dass ich mich nicht getraut haette. Vielleicht ist es auch nicht spiessig, nachts um 3 einfach mal ein bisschen Ruecksicht auf seine Mitmenschen zu nehmen.
Was aber passierte, nachdem ich wieder oben war? Die Musik wurde noch lauter gestellt und passender weise groehlte die versammelte Meute den wunderschoenen Proletenhit "hey was geht ab, wir feiern die ganze Nacht..."
Jetzt reichte es auch meinem Liebsten, der daraufhin runterging und die erstmal richtig zusammenschiss.
Er ist groesser, aelter und viel beeindruckender als ich zerknautscht mit Kind auf'm Arm, und so war prompt Ruhe da unten.
Mein Held, mein griechischer :)))
Leider hinderte das meinen kleinen halben Griechen nicht daran, bis morgens um 6 hysterisch zu schreien. Scheissblaehungen. Oder was auch immer ihn da quaelt. Den ganzen Tag schlaeft er ja meist friedlich, aber nachts, da ist es teilweise wirklich schlimm und ich habe keine Ahnung, wie ich ihm helfen kann (ausser dem obligatorischen Fieberthermometertrick, Kuemmelzaepfchen, Bauchmassage, Sab Simplex...)
Die Rache fuer die Untermieter steht aber auf jeden Fall schon fest: Nico bekommt ein Bobbycar. OHNE Fluesterraeder. Und damit darf er schon am fruehen Morgen rumfahren!
Vorher wohnte dort ein altes Ehepaar, inzwischen leider verstorben. Es war also immer sehr ruhig, so wie das ganze Haus sehr ruhig ist.
Dann wurde die Wohnung renoviert. Gerade in meinen letzten 4 Schwangerschaftswochen, als ich schon im Mutterschutz war. Ich konnte meist erst so gegen 3 oder 4 einschlafen, dafuer dann vormittags hervorragend schlafen. Bis die Renovierarbeiten losgingen. Morgens um 7 Uhr nochwas ging der grosse Laerm los. Bis ca. 9 Uhr - danach war wieder Ruhe. Mein Verdacht war die ganze Zeit, dass die Handwerker das mit Absicht machen. Wenn sie nicht ausschlafen duerfen, dann sollen die anderen auch nicht.
Noch schoener war es, als die Tueren lackiert wurden und unser Flur 3 Tage lang nach Lack stank und ein Aufenthalt in der Wohnung zu Kopfschmerzen fuehrte.
Aber all das war ja dann auch irgendwann vorbei.
Und nun sind die jungen Maedels da drin. Und was machen die? Richtig. Party. Ist ja eigentlich nichts gegen einzuwenden. Ich wollte gestern so gegen 1 ins Bett, da war die Lautstaerke noch ertraeglich.
Das aenderte sich dann mit offenbar steigendem Pegel langsam aber sicher, bis ich gegen 3 die Musik glasklar mithoeren konnte und so langsam die Schnauze voll hatte.
Und ich habe etwas getan, was ich NOCH NIE getan habe: Ich bin runtergegangen und habe die Partypeople gebeten, doch mal was leiser zu machen, es waere schon 3 und die anderen Bewohner wuerden auch gern schlafen.
Bin ich jetzt ein Spiesser geworden? Frueher haette ich so was nicht getan. Das haette aber eher daran gelegen, dass ich mich nicht getraut haette. Vielleicht ist es auch nicht spiessig, nachts um 3 einfach mal ein bisschen Ruecksicht auf seine Mitmenschen zu nehmen.
Was aber passierte, nachdem ich wieder oben war? Die Musik wurde noch lauter gestellt und passender weise groehlte die versammelte Meute den wunderschoenen Proletenhit "hey was geht ab, wir feiern die ganze Nacht..."
Jetzt reichte es auch meinem Liebsten, der daraufhin runterging und die erstmal richtig zusammenschiss.
Er ist groesser, aelter und viel beeindruckender als ich zerknautscht mit Kind auf'm Arm, und so war prompt Ruhe da unten.
Mein Held, mein griechischer :)))
Leider hinderte das meinen kleinen halben Griechen nicht daran, bis morgens um 6 hysterisch zu schreien. Scheissblaehungen. Oder was auch immer ihn da quaelt. Den ganzen Tag schlaeft er ja meist friedlich, aber nachts, da ist es teilweise wirklich schlimm und ich habe keine Ahnung, wie ich ihm helfen kann (ausser dem obligatorischen Fieberthermometertrick, Kuemmelzaepfchen, Bauchmassage, Sab Simplex...)
Die Rache fuer die Untermieter steht aber auf jeden Fall schon fest: Nico bekommt ein Bobbycar. OHNE Fluesterraeder. Und damit darf er schon am fruehen Morgen rumfahren!
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Samstag, 6. März 2010
Land der Verpeilten
am Samstag, 6. März 2010, 00:49
Wenn ein Kollege eine Dienstfahrt nach Espoo, ganz in der Naehe von Helsinki, machen soll, dort ein Hotel findet, aber das Firmen-Reisebuero es aber nicht gleich schafft zu buchen, sondern erst, als dort schon ausgebucht ist.
Und das Reisebuero dann selbstaendig ein anderes Hotel fuer den Kollegen bucht. Welches in Kista, auch ganz nah, nur 15 Minuten entfernt, von der Hauptstadt liegt.
Allerdings der Hauptstadt Schwedens....
Dann ist man einfach froh, in Elternzeit zu sein und mit der ganzen geballten Inkompetenz der Arbeitswelt fuer eine Weile nichts zu tun haben zu muessen.
Und das Reisebuero dann selbstaendig ein anderes Hotel fuer den Kollegen bucht. Welches in Kista, auch ganz nah, nur 15 Minuten entfernt, von der Hauptstadt liegt.
Allerdings der Hauptstadt Schwedens....
Dann ist man einfach froh, in Elternzeit zu sein und mit der ganzen geballten Inkompetenz der Arbeitswelt fuer eine Weile nichts zu tun haben zu muessen.
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Fastenfehlschlag
am Freitag, 5. März 2010, 21:33
Eigentlich wollte ich ja nach der Geburt fasten. War ja schliesslich einen Tag vor Aschermittwoch.
Also, nicht richtig heilfasten. Einfach nur wenig Zucker, keine Schokolade, keinen Kuchen, kein McDonalds und das auch nicht bis Ostern sondern nur bis Mitte Maerz.
Eigentlich.
Ich habe es immerhin eine oder eineinhalb Wochen geschafft. Dann hat mich die Fresserei und der Kuchenjieper wieder eingeholt.
Ich frage mich woher das kommt, vor der Schwangerschaft habe ich eher selten den Drang nach Suesskram gehabt. Und jetzt komm ich an der Kuchentheke bei Kaisers nicht mehr vorbei.
Ich habe waehrend der Schwangerschaft 20 Kilo zugenommen. Davon sind 10 wieder weg. Aber wie zum Henker soll ich die restlichen 10 (die sich strategisch clever auf A*sch und Hueften verteilen - jedenfalls sehe ich grauenhaft aus) wieder los werden, wenn ich mich so was von gar nicht unter Kontrolle habe?
Und sollte ich einfach Jeans eine (oder zwei) Nummern groesser kaufen damit ich nicht mehr in Jogginghosen und Schwangerschaftsjeans rumlaufen muss, oder waere das wie aufgeben und ich sollte mich jetzt mal am Riemen reissen? Vielleicht sogar Sport treiben? Noch habe ich ja die Ausrede, dass das wegen Schnittnarbe und Rekonvaleszenzzeit nicht geht, aber ich befuerchte ja, mich danach auch nicht wirklich aufraffen zu koennen...
Mist. Ich brauch nen Personal Trainer und In-Den-Arsch-Treter oder so was.
Wie hat die doofe Heidi das gemacht??
Also, nicht richtig heilfasten. Einfach nur wenig Zucker, keine Schokolade, keinen Kuchen, kein McDonalds und das auch nicht bis Ostern sondern nur bis Mitte Maerz.
Eigentlich.
Ich habe es immerhin eine oder eineinhalb Wochen geschafft. Dann hat mich die Fresserei und der Kuchenjieper wieder eingeholt.
Ich frage mich woher das kommt, vor der Schwangerschaft habe ich eher selten den Drang nach Suesskram gehabt. Und jetzt komm ich an der Kuchentheke bei Kaisers nicht mehr vorbei.
Ich habe waehrend der Schwangerschaft 20 Kilo zugenommen. Davon sind 10 wieder weg. Aber wie zum Henker soll ich die restlichen 10 (die sich strategisch clever auf A*sch und Hueften verteilen - jedenfalls sehe ich grauenhaft aus) wieder los werden, wenn ich mich so was von gar nicht unter Kontrolle habe?
Und sollte ich einfach Jeans eine (oder zwei) Nummern groesser kaufen damit ich nicht mehr in Jogginghosen und Schwangerschaftsjeans rumlaufen muss, oder waere das wie aufgeben und ich sollte mich jetzt mal am Riemen reissen? Vielleicht sogar Sport treiben? Noch habe ich ja die Ausrede, dass das wegen Schnittnarbe und Rekonvaleszenzzeit nicht geht, aber ich befuerchte ja, mich danach auch nicht wirklich aufraffen zu koennen...
Mist. Ich brauch nen Personal Trainer und In-Den-Arsch-Treter oder so was.
Wie hat die doofe Heidi das gemacht??
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Donnerstag, 4. März 2010
Wie der halbe Grieche zur Welt kam
am Donnerstag, 4. März 2010, 21:10 im Topic 'Geburtsbericht'
Nach meiner komplett unkomplizierten Schwangerschaft, nur getruebt von anhaltendem Sodbrennen, unerwarteterweise komplett streifenfrei ueberstanden, hatte ich eigentlich mit einer ebenso unkomplizierten Geburt gerechnet, welche ich im Geburtshaus Schoeneberg erleben wollte.
Okay, es wuerde weh tun, und es wuerde, wegen einem nach Konisation etwas vernarbten Muttermund, etwas laenger dauern in der Eroeffnungsphase.
Aber, hey - mehr als 24 Stunden Schmerzen wuerden es auf jeden Fall nicht sein, und das sollte doch machbar sein.
Leider kam dann doch alles etwas anders. Erstmal liess der Kleine auf sich warten. Noch bei ET+10 war der Muttermund pickepacke dicht, keinerlei Anzeichen fuer baldige Geburt. Meine Hebamme war fest davon ueberzeugt, dass ein Berechnungsfehler fuer den Termin vorlag. Aber der war nach Ultraschall bestimmt und eher schon zu spaet als zu frueh (und wie sich hinterher herausstellte, auch korrekt - ich habe laut Reifezeichen am Kind letztendlich tatsaechlich 2 volle Wochen uebertragen).
Wie auch immer, jetzt gab es taeglich CTG und Muttermundmassage, dazu Cimicifuga-Globuli. Zusaetzlich zuhause literweise Himbeerblaetter- und Yogitee und mit Bewegung hab ich auch nicht gespart, sondern noch bis zum ET Taiko getrommelt.
Half aber nix.
War mir dann irgendwann auch ganz recht, wenn es Nico naemlich bis zum 14. Februar aushalten wuerde, wuerde er nach chinesischem Horoskop ein Tiger sein und kein Bueffel mehr.
Dann, am Montag, dem 15. Februar, ET+13, beschloss Gudrun, meine Hebamme, nun mal Naegel mit Koepfen zu machen. Das hiess, 3x an diesem Tag Muttermundmassage, massig homoeopathische Wehenfoerderer und stundenlange CTGs. Zwischendurch waren wir noch mit Gudrun Currywurst essen, ich hatte schon leichte Wehen immer mal, dachte mir aber, das sind bestimmt immer noch so Vorwehen, es geht bestimmt noch nicht los. Bis halb 10 abends waren wir dann noch im Geburtshaus und sind dann nach Hause. Und wie ich dann dort so vor der Glotze sitze, merke ich, dass die Kontraktionen doch oefter kommen. Und staerker werden. So, dass ich sie nur angelehnt im Stehen ertragen kann. Und laut Uhr dann auch alle 3 Minuten. Einfach so, aus heiterem Himmel.
Da waren wir aber grad ne Stunde aus dem Geburtshaus weg, und da ich immer noch nicht daran glaubte, dass jetzt wirklich was passiert (die Wehen wuerden bestimmt gleich wieder weggehen), und es mir zu peinlich war, jetzt gleich schon Gudrun anzurufen, tat ich erstmal nichts.
Mein Liebster ueberredete mich dann, dort doch mal anzurufen und wenigten nachzufragen, was zu tun sei.
Antwort: Wir treffen uns in ner dreiviertel Stunde im Geburtshaus.
Na gut. Dort angekommen nochmal CTG, nochmal Muttermundmassage (schon ein wenig weicher, aber immer noch zu) und die Aussage: Wir kriegen das Baby heute Nacht. Nach kurzer Zeit traf dann auch noch Maria, die zweite Hebamme ein, und das grosse warten begann.
Die naechsten Stunden verbrachte ich dann damit, durch das Geburtshaus zu tigern und die Wehen zu veratmen. Im liegen oder sitzen fand ich das ganze zu unangenehm. Mein Liebster schaffte es sogar noch, sich fuer ein Stuendchen hinzulegen ^^
Zwischendurch immer mal wieder Muttermundmassage und Globuli, der Versuch, mit einem Microklist irgendwie weiterzukommen, und grosse Kotzerei meinerseits (zur Begeisterung der Hebammen: Den meisten Frauen wird bei Muttermund 3-5cm schlecht, meinten sie ;).
Es tat sich leider nicht wirklich etwas am Muttermund, es blieb bei ca 4cm haengen. Das bloede Narbengewebe gab nicht nach. Und langsam wurde ich muede vom Stehen und Herumlaufen die ganze Zeit, mittlerweile war es ja auch 4 oder 5 Uhr in der Fruehe.
Irgendwann nahm ich dann den Vorschlag mit der Badewanne an. Das war wirklich aeusserst angenehm, in dem Wasser rumzuduempeln. Nur leider wurden die Wehen dabei schwaecher und ich wollte ja auch irgendwann mal fertig werden mit dieser Geburt. Aber zumindest konnte ich mich im Wasser von der Weherei ein bisschen ausruhen. Inzwischen hatte Dimitri Fruehstueck fuer alle geholt, es war wohl so gegen 6 oder 7, mir war aber ueberhaupt nicht nach essen, so langsam wurden die Schmerzen waehrend der Wehen naemlich wirklich schlimm und waehrend der Muttermundmassagen nahezu unertraeglich.
Und Gudrun stellte dann auch fest: Muttermund bei 8cm, jetzt kriegen wir das Baby! (Immerhin zeigte das CTG die ganze Zeit, dass es dem Kleinen hervorragend ging)
Tja, Pustekuchen. Es blieb bei diesen 8cm unter den Wehen, in den Wehenpausen stand nur noch der Muttermundsaum. Gudrun versuchte alles, um waehrend der Wehen den Rest irgendwie noch wegzumassieren und das ganze durch Lagewechsel meinerseits voranzubringen. Waehrend ich bis dahin alles noch irgendwie ertraeglich fand, waren das jetzt Schmerzen, die kaum auszuhalten waren. Das war einem ja auch so angekuendigt worden: Die Uebergangsphase ist am schlimmsten. Nur dass meine Uebergangsphase stundenlang andauerte. Ich konnte nur noch Schreien vor Schmerzen (toenen konnte man das nicht mehr nennen) und in den Wehenpausen beruhigend meinen Mann anlaecheln, der hilflos danebensass und so gar nichts tun konnte und meine Schreierei ertragen musste.
Ich dachte aber immer noch, irgendwann wuerde es nun mal losgehen mit der Presserei.
Es war dann aber so gegen 10 oder halb 11, also Gudrun kam und meinte, das haette keinen Sinn. Geburtsstillstand. Wir haetten alles versucht, aber das wuerde so nix.
Also Krankenhaus, und dort wuerde man es erstmal nochmal mit PDA versuchen und wenn das auch nichts braechte, wuerde es wohl auf einen Kaiserschnitt herauslaufen.
Nach dieser Information war es dann auch vorbei mit meinem Durchhaltevermoegen, ich wollte nur noch moeglichst SOFORT in dieses Krankenhaus und eine PDA haben, damit die Schmerzen endlich wegwaeren. Oder wenigstens kurz aufhoerten. Bis dahin hatte ich das Gefuehl, irgendwie alles halbwegs unter Kontrolle zu haben und das alles ertragen zu koennen, aber der REst lief nun nur noch wie ein Film ab.
Fahrt zum Krankenhaus (gottseidank bekam ich von Gudrun so ein Wehenhemmer-zeug, sonst waere ich auf der Fahrt schon durchgedreht), dort nochmal Untersuchung, die nochmal zeigte, dass einer spontanen Geburt _eigentlich_ nichts im Wege zu stehen schien.
Lustig: Ich kam da mit 3 eigenen Hebammen im Schlepptau an, weil sich auch noch Maja dazugesellt hatte, da die beiden anderen ja auch mal irgendwann Feierabend machen wollten.
Ich bekam nen Wehentropf und bettelte um Schmerzmittel bis die PDA kommt. Ich bekam auch ein Schmerzmittel, hatte aber nicht den Eindruck, dass das irgendwie half. Ich musste ja die Wehen dort auch im Liegen ertragen. Agonie pur.
Die PDA liess noch eine ganze Stunde auf sich warten, es musste ja erst das Blut auf Gerinnungshemmer oder so was untersucht werden. Ich weiss nicht mehr, wie ich diese Stunde verbracht habe. Irgendwann kam dann die PDA. Und half nichts. Jedenfalls spuerte ich eigentlich noch alles.
Und dann gegen 14.30 oder so kam dann auch der Krankenhaus-Arzt zu der Ueberzeugung: das wird so tatsaechlich nix, so langsam geht es dem Kind nicht mehr so richtig gut, wir muessen nen Kaiserschnitt machen.
Zu dem Zeitpunkt war mir das dann auch alles egal, ausserdem sehe ich das eh pragmatisch: Wenns nicht anders geht, dann geht's eben nicht anders.
Immerhin meinten Maria und Gudrun unisono, ich waere verdammt tapfer gewesen, wir haetten wirklich alles versucht und mit den meisten anderen Frauen haetten sie schon stundenlang vorher ins Krankenhaus fahren muessen. Nur - was nuetzte mir diese Information?
Und mein armer Liebster war die ganze Zeit dabei und tat mir so leid. Muss schrecklich sein, so untaetig ueber Stunden danebensitzen zu muessen. Fuer mich war es aber eine wirkliche Stuetze. Schon allein die Kleinigkeiten, wie immer wieder Wasser nachzureichen, machen unwahrscheinlich was aus.
Dann umbetten, ab in den OP. Hier wurde dann versucht, die PDA hochzudrehen fuer die OP. Ging nich. Wie sich herausstellte, lag die falsch.
War ja die ganze Zeit mein Reden, aber keiner glaubte mir...
Ich hatte nun die Wahl zwischen Vollnarkose und Spinalanaesthesie und entschied mich fuer Spinal. und endlich, endlich waren die Schmerzen weg.
Dann lag ich da, auf dem Ruecken und festgeschnallt auf diesem OP-Tisch, mein Liebster am Kopfende, es ruckelte und zuckelte und irgendwann zeigte man mir ein kleines blaues Buendel "hier ist ihr Sohn" und brachte es auch gleich weg.
Das war dann der Zeitpunkt, wo ich meine Traenen nicht mehr zurueckhalten konnte.
Es war der 16.02.1010, 15:40Uhr.
Und dann wieder: Warten. Normalerweise haette man den Kleinen gleich wieder reinbringen sollen. Das passierte aber nicht. Irgendetwas stimmte nicht und keiner wusste genau, was. Und ich lag da und konnte mich nicht ruehren, und mein Liebster durfte auch nicht gucken gehen...
Es stellte sich heraus, dass der Kleine "respiratorische Anpassungsschwierigkeiten" hatte, also nicht richtig atmete, und erstmal beatmet werden musste und dann mit einer Atemhilfe in den Brutkasten kam. Irgendwelche Aerzte und Schwestern erzaehlten mir irgendwas, auch, dass er irgendwelche Entzuendungszeichen im Blut haette etc (was sich hinterher als Fehlalarm herausstellte), und fuer mich war das immer noch alles wie ein Film, ich konnte die Informationen gar nicht aufnehmen und war voellig durch den Wind.
Wenigstens durfte sich mein Liebster dann zwischendurch den Kleinen mal anschauen gehen und konnte mir verkuenden, dass er sehr huebsch ist, 4040g wiegt und 57cm gross ist. :)
Und dann, irgendwann, ich bekomme gar nicht mehr richtig zusammen, ob ich vorher schon auf meinem Zimmer war oder nicht, wurde ich endlich mit meinem Bett in die Neonatologie geschoben und durfte meinen Sohn das erste mal in den Arm nehmen.
Ich kann das Gefuehl nicht beschreiben - es war wahnsinnig schoen diesen kleinen warmen weichen Koerper zu halten. Und es war gleichzeitig so schrecklich, ihn so zu sehen, mit den ganzen Kabeln und Schlaeuchen und der Atemhilfe (obwohl das alles martialischer aussah, als es eigentlich war), und sich selber dank frischer Schnittwunde und noch wirkender Spinalanaesthesie von der Brust abwaerts nicht bewegen zu koennen.
Aber - es war vorbei. Wir hatte es geschafft. Nico war da, ich war Mama - wir sind eine kleine Familie :)

... Nico im Brutkasten. Am naechsten Tag konnte die Atemhilfe zum Glueck schon entfernt werden.
Okay, es wuerde weh tun, und es wuerde, wegen einem nach Konisation etwas vernarbten Muttermund, etwas laenger dauern in der Eroeffnungsphase.
Aber, hey - mehr als 24 Stunden Schmerzen wuerden es auf jeden Fall nicht sein, und das sollte doch machbar sein.
Leider kam dann doch alles etwas anders. Erstmal liess der Kleine auf sich warten. Noch bei ET+10 war der Muttermund pickepacke dicht, keinerlei Anzeichen fuer baldige Geburt. Meine Hebamme war fest davon ueberzeugt, dass ein Berechnungsfehler fuer den Termin vorlag. Aber der war nach Ultraschall bestimmt und eher schon zu spaet als zu frueh (und wie sich hinterher herausstellte, auch korrekt - ich habe laut Reifezeichen am Kind letztendlich tatsaechlich 2 volle Wochen uebertragen).
Wie auch immer, jetzt gab es taeglich CTG und Muttermundmassage, dazu Cimicifuga-Globuli. Zusaetzlich zuhause literweise Himbeerblaetter- und Yogitee und mit Bewegung hab ich auch nicht gespart, sondern noch bis zum ET Taiko getrommelt.
Half aber nix.
War mir dann irgendwann auch ganz recht, wenn es Nico naemlich bis zum 14. Februar aushalten wuerde, wuerde er nach chinesischem Horoskop ein Tiger sein und kein Bueffel mehr.
Dann, am Montag, dem 15. Februar, ET+13, beschloss Gudrun, meine Hebamme, nun mal Naegel mit Koepfen zu machen. Das hiess, 3x an diesem Tag Muttermundmassage, massig homoeopathische Wehenfoerderer und stundenlange CTGs. Zwischendurch waren wir noch mit Gudrun Currywurst essen, ich hatte schon leichte Wehen immer mal, dachte mir aber, das sind bestimmt immer noch so Vorwehen, es geht bestimmt noch nicht los. Bis halb 10 abends waren wir dann noch im Geburtshaus und sind dann nach Hause. Und wie ich dann dort so vor der Glotze sitze, merke ich, dass die Kontraktionen doch oefter kommen. Und staerker werden. So, dass ich sie nur angelehnt im Stehen ertragen kann. Und laut Uhr dann auch alle 3 Minuten. Einfach so, aus heiterem Himmel.
Da waren wir aber grad ne Stunde aus dem Geburtshaus weg, und da ich immer noch nicht daran glaubte, dass jetzt wirklich was passiert (die Wehen wuerden bestimmt gleich wieder weggehen), und es mir zu peinlich war, jetzt gleich schon Gudrun anzurufen, tat ich erstmal nichts.
Mein Liebster ueberredete mich dann, dort doch mal anzurufen und wenigten nachzufragen, was zu tun sei.
Antwort: Wir treffen uns in ner dreiviertel Stunde im Geburtshaus.
Na gut. Dort angekommen nochmal CTG, nochmal Muttermundmassage (schon ein wenig weicher, aber immer noch zu) und die Aussage: Wir kriegen das Baby heute Nacht. Nach kurzer Zeit traf dann auch noch Maria, die zweite Hebamme ein, und das grosse warten begann.
Die naechsten Stunden verbrachte ich dann damit, durch das Geburtshaus zu tigern und die Wehen zu veratmen. Im liegen oder sitzen fand ich das ganze zu unangenehm. Mein Liebster schaffte es sogar noch, sich fuer ein Stuendchen hinzulegen ^^
Zwischendurch immer mal wieder Muttermundmassage und Globuli, der Versuch, mit einem Microklist irgendwie weiterzukommen, und grosse Kotzerei meinerseits (zur Begeisterung der Hebammen: Den meisten Frauen wird bei Muttermund 3-5cm schlecht, meinten sie ;).
Es tat sich leider nicht wirklich etwas am Muttermund, es blieb bei ca 4cm haengen. Das bloede Narbengewebe gab nicht nach. Und langsam wurde ich muede vom Stehen und Herumlaufen die ganze Zeit, mittlerweile war es ja auch 4 oder 5 Uhr in der Fruehe.
Irgendwann nahm ich dann den Vorschlag mit der Badewanne an. Das war wirklich aeusserst angenehm, in dem Wasser rumzuduempeln. Nur leider wurden die Wehen dabei schwaecher und ich wollte ja auch irgendwann mal fertig werden mit dieser Geburt. Aber zumindest konnte ich mich im Wasser von der Weherei ein bisschen ausruhen. Inzwischen hatte Dimitri Fruehstueck fuer alle geholt, es war wohl so gegen 6 oder 7, mir war aber ueberhaupt nicht nach essen, so langsam wurden die Schmerzen waehrend der Wehen naemlich wirklich schlimm und waehrend der Muttermundmassagen nahezu unertraeglich.
Und Gudrun stellte dann auch fest: Muttermund bei 8cm, jetzt kriegen wir das Baby! (Immerhin zeigte das CTG die ganze Zeit, dass es dem Kleinen hervorragend ging)
Tja, Pustekuchen. Es blieb bei diesen 8cm unter den Wehen, in den Wehenpausen stand nur noch der Muttermundsaum. Gudrun versuchte alles, um waehrend der Wehen den Rest irgendwie noch wegzumassieren und das ganze durch Lagewechsel meinerseits voranzubringen. Waehrend ich bis dahin alles noch irgendwie ertraeglich fand, waren das jetzt Schmerzen, die kaum auszuhalten waren. Das war einem ja auch so angekuendigt worden: Die Uebergangsphase ist am schlimmsten. Nur dass meine Uebergangsphase stundenlang andauerte. Ich konnte nur noch Schreien vor Schmerzen (toenen konnte man das nicht mehr nennen) und in den Wehenpausen beruhigend meinen Mann anlaecheln, der hilflos danebensass und so gar nichts tun konnte und meine Schreierei ertragen musste.
Ich dachte aber immer noch, irgendwann wuerde es nun mal losgehen mit der Presserei.
Es war dann aber so gegen 10 oder halb 11, also Gudrun kam und meinte, das haette keinen Sinn. Geburtsstillstand. Wir haetten alles versucht, aber das wuerde so nix.
Also Krankenhaus, und dort wuerde man es erstmal nochmal mit PDA versuchen und wenn das auch nichts braechte, wuerde es wohl auf einen Kaiserschnitt herauslaufen.
Nach dieser Information war es dann auch vorbei mit meinem Durchhaltevermoegen, ich wollte nur noch moeglichst SOFORT in dieses Krankenhaus und eine PDA haben, damit die Schmerzen endlich wegwaeren. Oder wenigstens kurz aufhoerten. Bis dahin hatte ich das Gefuehl, irgendwie alles halbwegs unter Kontrolle zu haben und das alles ertragen zu koennen, aber der REst lief nun nur noch wie ein Film ab.
Fahrt zum Krankenhaus (gottseidank bekam ich von Gudrun so ein Wehenhemmer-zeug, sonst waere ich auf der Fahrt schon durchgedreht), dort nochmal Untersuchung, die nochmal zeigte, dass einer spontanen Geburt _eigentlich_ nichts im Wege zu stehen schien.
Lustig: Ich kam da mit 3 eigenen Hebammen im Schlepptau an, weil sich auch noch Maja dazugesellt hatte, da die beiden anderen ja auch mal irgendwann Feierabend machen wollten.
Ich bekam nen Wehentropf und bettelte um Schmerzmittel bis die PDA kommt. Ich bekam auch ein Schmerzmittel, hatte aber nicht den Eindruck, dass das irgendwie half. Ich musste ja die Wehen dort auch im Liegen ertragen. Agonie pur.
Die PDA liess noch eine ganze Stunde auf sich warten, es musste ja erst das Blut auf Gerinnungshemmer oder so was untersucht werden. Ich weiss nicht mehr, wie ich diese Stunde verbracht habe. Irgendwann kam dann die PDA. Und half nichts. Jedenfalls spuerte ich eigentlich noch alles.
Und dann gegen 14.30 oder so kam dann auch der Krankenhaus-Arzt zu der Ueberzeugung: das wird so tatsaechlich nix, so langsam geht es dem Kind nicht mehr so richtig gut, wir muessen nen Kaiserschnitt machen.
Zu dem Zeitpunkt war mir das dann auch alles egal, ausserdem sehe ich das eh pragmatisch: Wenns nicht anders geht, dann geht's eben nicht anders.
Immerhin meinten Maria und Gudrun unisono, ich waere verdammt tapfer gewesen, wir haetten wirklich alles versucht und mit den meisten anderen Frauen haetten sie schon stundenlang vorher ins Krankenhaus fahren muessen. Nur - was nuetzte mir diese Information?
Und mein armer Liebster war die ganze Zeit dabei und tat mir so leid. Muss schrecklich sein, so untaetig ueber Stunden danebensitzen zu muessen. Fuer mich war es aber eine wirkliche Stuetze. Schon allein die Kleinigkeiten, wie immer wieder Wasser nachzureichen, machen unwahrscheinlich was aus.
Dann umbetten, ab in den OP. Hier wurde dann versucht, die PDA hochzudrehen fuer die OP. Ging nich. Wie sich herausstellte, lag die falsch.
War ja die ganze Zeit mein Reden, aber keiner glaubte mir...
Ich hatte nun die Wahl zwischen Vollnarkose und Spinalanaesthesie und entschied mich fuer Spinal. und endlich, endlich waren die Schmerzen weg.
Dann lag ich da, auf dem Ruecken und festgeschnallt auf diesem OP-Tisch, mein Liebster am Kopfende, es ruckelte und zuckelte und irgendwann zeigte man mir ein kleines blaues Buendel "hier ist ihr Sohn" und brachte es auch gleich weg.
Das war dann der Zeitpunkt, wo ich meine Traenen nicht mehr zurueckhalten konnte.
Es war der 16.02.1010, 15:40Uhr.
Und dann wieder: Warten. Normalerweise haette man den Kleinen gleich wieder reinbringen sollen. Das passierte aber nicht. Irgendetwas stimmte nicht und keiner wusste genau, was. Und ich lag da und konnte mich nicht ruehren, und mein Liebster durfte auch nicht gucken gehen...
Es stellte sich heraus, dass der Kleine "respiratorische Anpassungsschwierigkeiten" hatte, also nicht richtig atmete, und erstmal beatmet werden musste und dann mit einer Atemhilfe in den Brutkasten kam. Irgendwelche Aerzte und Schwestern erzaehlten mir irgendwas, auch, dass er irgendwelche Entzuendungszeichen im Blut haette etc (was sich hinterher als Fehlalarm herausstellte), und fuer mich war das immer noch alles wie ein Film, ich konnte die Informationen gar nicht aufnehmen und war voellig durch den Wind.
Wenigstens durfte sich mein Liebster dann zwischendurch den Kleinen mal anschauen gehen und konnte mir verkuenden, dass er sehr huebsch ist, 4040g wiegt und 57cm gross ist. :)
Und dann, irgendwann, ich bekomme gar nicht mehr richtig zusammen, ob ich vorher schon auf meinem Zimmer war oder nicht, wurde ich endlich mit meinem Bett in die Neonatologie geschoben und durfte meinen Sohn das erste mal in den Arm nehmen.
Ich kann das Gefuehl nicht beschreiben - es war wahnsinnig schoen diesen kleinen warmen weichen Koerper zu halten. Und es war gleichzeitig so schrecklich, ihn so zu sehen, mit den ganzen Kabeln und Schlaeuchen und der Atemhilfe (obwohl das alles martialischer aussah, als es eigentlich war), und sich selber dank frischer Schnittwunde und noch wirkender Spinalanaesthesie von der Brust abwaerts nicht bewegen zu koennen.
Aber - es war vorbei. Wir hatte es geschafft. Nico war da, ich war Mama - wir sind eine kleine Familie :)

... Nico im Brutkasten. Am naechsten Tag konnte die Atemhilfe zum Glueck schon entfernt werden.
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Premieren
am Donnerstag, 4. März 2010, 20:51
- Erster Blogeintrag!
Nen Blog wollte ich eigentlich nie haben, aber da doch der ein oder andere Interesse an Nico und seinem Gedeihen signalisiert, ist das vielleicht doch ein gutes Medium zur Verbreitung kleiner Neuigkeiten und Bilder.
Wer sind "eineinhalb Griechen und ich"? Ich, 33, frischgebackene Mama. Mein Mann, der Grieche, und Nico, unser Sohn, frisch geschluepft am 16.2. - der halbe Grieche halt.
- Erstes Mal mit Kinderwagen unterwegs gewesen!
Und prompt in ein Schneegestoeber gekommen. Wir sind die Wettergoetter. Losgegangen bei Sonnenschein, kurz danach ne Stunde Schneegestoeber (zum Glueck waren wir mit Kinderwagen unterwegs, das waere mit Bondolino doch doof gewesen).
Und als wir wieder in der Wohnung waren, kam die Sonne wieder raus.
- Erstes gezieltes Grinsen!
Soooooo suess, wenn der Kleine einem ploetzlich mitten ins Gesicht grinst - offensichtlich mit voller Absicht. Hach .... :))

Nen Blog wollte ich eigentlich nie haben, aber da doch der ein oder andere Interesse an Nico und seinem Gedeihen signalisiert, ist das vielleicht doch ein gutes Medium zur Verbreitung kleiner Neuigkeiten und Bilder.
Wer sind "eineinhalb Griechen und ich"? Ich, 33, frischgebackene Mama. Mein Mann, der Grieche, und Nico, unser Sohn, frisch geschluepft am 16.2. - der halbe Grieche halt.
- Erstes Mal mit Kinderwagen unterwegs gewesen!
Und prompt in ein Schneegestoeber gekommen. Wir sind die Wettergoetter. Losgegangen bei Sonnenschein, kurz danach ne Stunde Schneegestoeber (zum Glueck waren wir mit Kinderwagen unterwegs, das waere mit Bondolino doch doof gewesen).
Und als wir wieder in der Wohnung waren, kam die Sonne wieder raus.
- Erstes gezieltes Grinsen!
Soooooo suess, wenn der Kleine einem ploetzlich mitten ins Gesicht grinst - offensichtlich mit voller Absicht. Hach .... :))

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